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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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dient dadurch selbst einen guten Zuschuß zum Haushalt. Die heidnischen Mädchen und Frauen, welche den Christinnen die Bekleidung nachahmen, wissen bald, wer die schönsten Blusen näht, und die Bestellungen häufen sich bei solchen. Wenn die christliche Frau mit Milde und Strenge, mit Demut, Sanftmut, Liebe, Treue und Einsicht in ihrem Hause waltet, dann nötigt sie dem Manne Achtung ab und hilft zur Hebung ihres ganzen Geschlechtes. Ihre Schulbildung befähigt sie, den Gedanken des Mannes zu folgen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie kann nun seine Gefährtin werden. Wie freuten wir uns, wenn wir bei unseren Besuchen in manchen Häusern eine Umwandlung bemerkten, wenn z. B. Mann und Frau an einem Tische aßen, und die Frau in dem Zimmer des Mannes sich setzen und in seiner Gegenwart an der Unterhaltung teilnehmen durfte. Durch die geistige und sittliche Hebung der Frau wird die Ehe sittlich höher gestellt und durch sie das ganze Volk. Ich habe nicht gesagt, daß wir das alles schon in Vollendung haben, aber es ist ein Anfang gemacht zu solchem Ziele. Und der Jungfrauen- verein tut das Seine, um ihm näher zu kommen.

7. Die Franeirschule.

Bei einem Besuche in der Stadt fanden wir in einem Hause große Trauer. In einen: kleinen, dunkeln Raum des Lehm­häuschens lag eine Frau auf der Matte, von schmerzvoller, schwerer Krankheit befallen. Die Hausgenossen dienten ihr und pflegten sie nach besten Kräften, aber schon wochenlang fanden wir täglich dasselbe Elend. Die Kranke nahm immer wieder still und freundlich den Trost auf, welchen wir ihr brachten. Sie blieb ruhig und gelassen trotz der Langwierigkeit der Krankheit. Sie war seit einigen Monaten getauft und in die Christengemeinde aufgenommen. Fast jedesmal, wenn wir zn ihr kamen, fanden wir neben ihren: Lager jammernd und weinend ihre alte Mutter sitzen. Noch Heidin, sie ist nach Jahren auch getauft worden, hatte sie mit Schmerz auch diese ihre dritte Tochter zu den Christen übergehen sehen.Die alten Götter zürnen dir, weil du sie verlassen, darum haben sie dir diese Krankheit gesandt," klagte sie beständig,und der Christengott hat dich noch nicht angenommen oder hat keine Macht, dir zu helfen." Und dann kam die flehentliche Bitte: Kehre um, komm wieder, opfere den Göttern, damit dein Leben erhalten bleibe." Das war ein schwerer Kampf für die