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triumphierend zur Mutter mit dem Ausruf: „Die Schwestern sind du." Hatten sie uns mal unterwegs auf der Straße getroffen, dann wurde der Mutter glückstrahlend berichtet: „Wir haben die Schwestern gesehen." Als wir einmal in den Ferien kamen, erzählte uns die Mutter: „Jimmy und Robert fragen immer, wann die Schule wieder angeht. ,Nnn gehen wir noch zweimal zur Kirche, dann ist wieder Schule/ haben sie ausgerechnet." Was haben wir gerade bei diesem Mädchen mit Trotz, Eigensinn und Laune, besonders auch mit Härte in Behandlung der Kleinen zu kämpfen gehabt, und nun ist sie eine so liebevolle und vernünftige Mutter.
6. Der Juirgfrarienverein.
Als im Jahre 1898 die ersten Schülerinnen aus der Mädchenschule entlassen wurden — es waren dieses solche, die schon älter waren, als wir die Schule begannen, — war es für die Schwestern ein Bedürfnis, sie noch weiter um sich zu sammeln. Dieses geschah in einer Bibelstunde und einer Gesangstunde, die wöchentlich stattfanden. Für die Konfirmierten kam noch eine kurze Besprechung vor jeden: Abendmahlsgange dazu. Auch hatten die erwachsenen Mädchen bei der Sonntag sschnle zu helfen. Wer an der Reihe war, mußte sich am Sonnabend nachmittag im Schwesternhause einstellen, um die Vorbereitung für die Sonntagslektion zu empfangen. So hatte man sie alle einmal einzeln zu eingehendem Gespräche. Das war eine gute Gelegenheit, einen Blick in Herz und Leben zu tun. Unter den Gefahren und Versuchungen, welche im Heidenlande den erwachsenen Mädchen drohen, bedürfen sie besonderer Fürsorge. Es war nun durch dies alles nicht nur ein Zusammenhang zwischen den Schwestern und diesen Mädchen hergestellt, sondern sie waren auch untereinander verbunden.
War es nun die Freude an dieser Gemeinschaft, war es das Gefühl, in den sie umgebenden Gefahren eines Haltes zu bedürfen, das sie ganz ohne unser Zutun zu der Gründung des Jnngfrauenvereins brachte? Es war wohl beides. Die äußere Veranlassung wurde ihnen eine Einladung von Frau Missionar Beck, die am 17. Januar 1899 die zwanzig christlichen Jungfrauen in Keta bei sich vereinigte. Jedenfalls wurde der 20. Januar 1899 der Gründungstag des Jnngfrauensvereins in Keta. Man versammelte sich jeden Montag abend in dem Hause eins der Mitglieder. Die Hauswirtin hatte jedesmal die Leitung der Versammlung, die mit einem Liede und der Betrachtung