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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
Entstehung
Seite
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nügen an der Erziehung, die Schule und Jungsrauenverein an ihnen ausüben und hoffen, daß nur fo Frauen erhalten, die ihr Christentum in ihre Häuser hineintragen, um das innerste Heilig­tum des Volkes, die Familie, mit seinem Glänze zu erleuchten.

S. Die Kleinkinderschule.

Aus unserem Wege ins Krankenhaus hatten wir einige noch nicht schulpflichtige Kinder kennen gelernt. Diese Kleinen waren immer alle zur bestimmten Stunde vor ihrer Hütte aufgestellt, um uns schon von weitem mit Jubelrufen zu begrüßen. Sie hatten die frühere Scheu, welche alle kleinen Kinder uns im Anfang zeigten, ganz abgelegt. Ja, sie wurden so zutnnlich, daß unser weißes Kleid vor ihren kleinen Schmutzfingerchen immer in Gefahr war. Jeden Morgen und jeden Mittag gab es eine freudige Begrüßung. Wir forderten die Kleinen öfter auf, uns im Hause zu besuchen, was auch geschah. Wie schwer war es doch, die vom Heidentum schon beeinflußten und verdorbenen größeren Mädchen zu erziehen. Das erlebten wir täglich im eigenen Hanse. Wenn man nun frühe den guten Samen in die Kinderherzen säte! Sollte sich nicht in diesen weniger hart­getretenes Land, weniger Dornengestrüpp und Felsgestein finden? Der Gedanke ließ uns nicht wieder los, und wir besprachen häufig den Plan, eine Kleinkinderschule zn gründen. Eines Nachmittags begegnete uns eine Christenfrau, namens Kntrine, in Begleitung von fünf kleinen Mädchen.Bring' uns die Kleinen morgen früh," sagten wir,sie sollen auch zur Schule gehen." Sie erschienen. Nun wurden unsere kleinen Bekannten von der Straße dazu geholt und ihnen eingeschärft, daß sie jeden Morgen, wenn die großen Kinder sich auf den Schulweg machten, ins Schwesternhaus kommen sollten. Sie kamen.

So wurde im Juni 189l der Ansang zur Kleinkinder­schule gemacht. Ein Schulzimmer gab es nicht. Das war auch nicht nötig. Die Schwester saß auf einem Schemel und die Kleinen vor ihr auf dem Fußboden der Veranda. Zuerst wurde ein kleines Gebet gelernt. WaS gab es da zn erklären! Ein­fach alles. Es dauerte Wochen, bis die Kleinen mit einigem Verständnis in ihrer Sprache sagen konnten:Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein." Nun kam ein Lied:Lobt froh den Herrn." Da machte der letzte Vers besondere Schwierigkeiten.Einst kommt der Tag, wo wir mit tausend Weisen, o Seligkeit, dich unsern Vater preisen, von Ewigkeit zu Ewigkeit." Diesen Tag kannten sie