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Von Kreuzungen zwischen dem einheimischen Esel und dem Pferd ist mir nichts bekannt, doch ist ein Mißlingen nicht zu befürchten. Die im Schutzgebiet vorhandenen Maultiere sind aus Arabien und Massaua eingeführt. Ihre Anzahl ist noch klein. Sie sind etwas kräftiger und größer als die Esel. Die Leistungen und Existenzansprüche sind bei beiden Tieren gleich. 208 ) Ein ungefähres Bild von der Verbreitung des Esels und des Maultieres in Deutsch-Ostafrika gibt die folgende Zusammenstellung .
1904 waren vorhanden im:
Bezirk
Esel
Maultiere
Pangani.
1402
—
Bagamoyo.
456
i
Dar-es-Salaam.
220
18
Mohoro.
24
—
Kilwa.
121
5
Lindi.
43
1
Wilkelmstal.
210
3
Morogoro.
195
1
Langenburg.
183
1
Aruscha.
14
2
Bismarckburg.
87
2
Bukoba.
20
3
Iringa.
320
—
Kilimatinde.
3 802
3
Kondoa-Irangi.
290
—
Mahenge.
7
i
Muanza.
500
i
Moschi.
214
7
Ssongea.
35
2
Tabora.
970
5
Udschidsclii.
24
1
Usumbura.
7
2
Mpapua.
500
—
8. Das Kamel.
Versuche, das Kamel in Deutsch-Ostafrika einzuführen, werden seit einigen Jahren angestellt. Die Frage, ob das Klima des Landes diesen Tieren zuträglich ist, ist noch nicht entschieden.
Geschirres bedarf, um ihn einzuspannen, und daß zur Fortbewegung von 20 Zentnern auf den teils sandigen, teils bergigen Straßen 8 Esel erforderlich sind, während 4 bis 6 Ochsen genügen. Ochsen aber wie Esel müssen schon gut eingefahren sein, ehe man sie überhaupt auf die Straße bringt.“
208 ) Denkschrift 1894/9Ö, S. 84.