südwärts erstrecke. Nur an zwei Stellen, in Tasmanien und Neuseeland, war Land südlich des 40. Grades bekannt, und eins dieser beiden, Neuseeland, war nicht bis zu seiner südlichsten Erstickung verfolgt worden. Außerdem kannte man um 1644 südlich vom 40? südl. Breite uur noch in Südamerika Land, das sich nach Le Maire's und Schouten's Umsegelung des Kap Hoorn bis 56? südl. Breite erstreckte. Zwischen Südamerika und dem neugefundenen Neuseeland aber war niemand über den 26. Breitengrad südwärts gelangt, nachdem Quiros auf Veranlassuug seiues Steueruranus Torres 1605 so weit südlich gehalten hatte (vgl. S. 6). Seit Tasman verschwand das große Südland von den holländischer: Karten, tauchte jedoch um die Mitte des 18. Jahrhunderts, etwa ein Jahrhundert nach Tasman, von neuern auf. Währeud der laugen Periode des Stillstandes der Entdeckungen 1644—1764 sind gerade in der Umgebung des Südpols einige Entdeckungen gernacht worden, die dieser Annahme neue Nahrung gaben. Jakob Roggeveen zwar scheiterte rrrit derrr Plärre der Durchsuchung der südlicher: Meeresrüume noch an den: Widerstand seiner Seeleute uud faud 1722 anstatt des gesamter: Südlandes, dessen Dasein ir: Gestalt des Davis-Landes 1687 von Edward Davis wieder behauptet worden war, die kleine Oster-Jnsel unter 27° 20' südl. Breite: immerhin unter südlicherer: Breiter:, als die Schiffer zu nehmen pflegten. Damit zerstörte Roggeveen ir: dieser: Gebieter: des Großer: Ozeans die seit 1687 schon wieder auftauchende Hypothese vor: dein großer: Südlande; allein nunmehr folgerten namentlich die Franzosen aus theoretischer: Gründen seine Existenz. Als dann arr: 2. Januar 1739 der Befehlshaber der aus der: Schiffer: „L'Aigle" uud „Marie" bestehenden Expedition der französischen Judiengesellschast auf der Suche nach dem von Gonneville 1503 angeblich entdeckter: Lande die Bouvet-Jnselgruppe fand, glaubte er irr dieser: das „Vorgebirge der Beschneidung" genannten Klipper: das große südliche Festland vor sich zu Haber:. Am 29. Juni 1756 entdeckte sodann das spanische Schiff „Leon" auf der Fahrt von Chile nach Spanien die Insel Sar: Pedro, das heutige Südgeorgieu, das allerdings schor: 1675 vor: A. de la Rüche gesehen sein soll. Vervollständigung der Kenntnisse von der: südlichen Meeren bis zurr: Polarkreise brachte:: erst die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Anfang 1772 entdeckter: zwei französische Schiffe unter Marion, Crozet und Duclesrneur die Prinz-Eduard- oder Marion-Inseln unter 380 östl. Länge und 470 südl. Breite und darauf ir: derselbe:: Breite unter —520 östl. Länge die Crozet-Gruppe. Fast genau um dieselbe Zeit, irr: Februar 1772, fand der Franzose de Kergueleu die nach ihn: benannte vereiste Gruppe unter 49° südl. Breite uud 69—70° östl. Länge aus, die er urrr die Wende der Jahre 1773/74 wieder aufsuchte und näher erkundete (s. die Karte, S. 480).
Alle diese Seefahrer wäre:: nicht über der: 50. südlichen Breitenkreis hinausgekommen: die Schiffer hielte:: sich, außer an der Südspitze Südamerikas, das sich bis 56° südl. Breite erstreckt, noch stets nördlich des 50. Grades; allein die Existenz eines Südlandes stand selbst großer: Gelehrten wie Brrache noch 1772 fest, weil eine gleichmäßige Verteilung vor: Land und Wasser nötig sei, um das Gleichgewicht herzustellen, und Kerguelen machte sogar aus seiner Entdeckung eine „Kranes anstwale".
3. GntdeckungsgeschichLe der KüdpoLcuMnder.
Erst James Cook beschloß bei der Ausfahrt auf seiner zweiter: Reise einen Vorstoß gegen den Südpol zu machen. Er suchte Ende des Jahres 1772, zunächst vergeblich, nach dem vor: Borrvet gefundenen Lande, überschritt während des Suchens der: 60. Breitengrad und hielt nun südöstlich. Bei dieser:: Kurse passierte er zwar kein Land, überschritt aber der: südlicher: Polarkreis als erster und erreichte 67° 15' südl. Breite. Vor: diesem unter 40° östl. Länge westlich der großer: Enderby-Jnsel gelegenen Punkte hielt er nördlich auf die Crozet-Juseln, verfehlte sie