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VI. Die Tierwelt.
bewohnen den Bismarck-Archipel, und auch der Hirscheber (Ladirnssa), der auf Celebes am häufigsten ist, soll hier leben. Ein Kasuar (Oasuarius Lsnnettii) ist diesen: Gebiet eigentümlich, und prachtvoll gefärbte Schmetterlinge bewohnen die Wälder.
3. Die potynejrsche Aegion.
Mit Ausnahme von Neuseeland gehören die sämtlichen übrigen Südsee-Inseln der poly- nesischen Region an. Hier herrscht im ganzen große Einförmigkeit der Fauna, und außerdem nimmt allmählich die Zahl der Arten von Westen nach Osten ab. Nur die Fauna der Hawaii- Gruppe hat einige eigentümliche Züge, während sonst die Tierwelt auf der einen Insel fast genau so aussieht wie auf der anderen. Sehen wir von einigelt Fledermäusen und Beuteltieren der westlichen Inseln sowie von den eingeführten Haustieren (Hund, Schwein und Ratte) ab, so fehlen Säugetiere ganz. Daher liefern die Böget die wichtigsten Anhaltepunkte zur Unterscheidung von Unterabteilungen der Region, obwohl sich auch ihre Zahl von Westen nach Osten verringert. Auf den kleineren Koralleninseln sind die Landvögel durchschnittlich überaus spärlich vertretet:, Seevögel dagegen kommen in ungeheuern Mengen vor. All: weitesten nach Ostei: verbreite:: sich die Tauber: und Sperlingsvögel, während sich Naubvögel nur aus den westlichen Inseln des Gebietes zeige::. Papageien leben noch auf aller: größeren Inseln, die Megapodiden auf den Tonga- und Samoa-Jnseln. Im ganzen zählt man etwa 50 Gattungen und 150 Arten von Landvögel:: in der polynesischen Subregion, eine Zahl, die kaum sehr steigei: wird.
Die Reptile sind verhältnismäßig zahlreich und gut vertretet:. An: zahlreichster: sind Eidechsen vorhanden: in 5 Familien und 14 Gattungen, darunter 6 eigentümlichen; eine amerikanische Gattung, LraeliMpllus, dehnt ihr Verbreitungsgebiet bis zu den Fidschi-Inseln aus. Schlangen sind nur durch 4 Gattungen vertreten und gehen nicht östlicher als Tonga; drei davor: bewohnen die Fidschi-Inseln und Neukaledonien, eine, IMiloxs, merkwürdigerweise Rapa. Auf der: Sandwich- und Tahiti-Inseln scheinen Schlangen ganz zu fehler:. Amphibien sind seltener, Baumfrösche finden sich auf der Fidschi-Gruppe, eine UM (Laubfrosch) auf der: Neuer: Hebriden, wahrscheinlich auch auf Neukaledonien. Insekten sind überall selten, außer auf den Fidschi-Inseln, wo besonders die große Zahl der Arier: auffällt. Schmetterlinge sind auf der: östlichen Jrrselr: häufiger als irr: Western eine bemerkenswerte Abweichung vor: der übriger: Fauna.
Viel reicher als die Landfauna ist die Meeresfauna, zumal da sie auch eine Reihe der wichtigsten Nutztiere Polynesiens und Mikronesiens ausweist; so der: Tripang, die Perlmuschel und der: Potwal nebst mehreren anderen Walen und endlich Schildkröten.
Unserer Schilderung irr: einzelnen leger: wir die Einteilung Wallaces zu Grunde, der folgende fünf Unterabteilungen festgelegt hat: die Neuen Hebriden und Neukaledonien, die Fidschi-, Tonga- und Samoa-Jnseln, die Tahiti- und Marquesas-Jnseln, die Hawaii-Gruppe und schließlich die Karolinen-Jrrselr: mit den Mariarren.
Die zoologisch noch wenig erforschten Neuen Hebriden und Neukaledonien bilden den Übergang vor: den papuanisch-melanesischen Jrrselr: der austro-malayischen Subregion zu der eigentlich polyrresischer: Subregion. Bon 30 Gattungen der Landvögel, die auf ihnen leben, sind 18 für Australier: typisch, 13 auch polynesisch, und fünf rücken nicht weiter nach Osten vor. Die Neukaledonien eigentümliche Gattung Mllanis verbindet rrrit ihrer: drei Arten diese Insel rrrit den übriger: Teiler: der Subregion. Auf der: Neuen Hebrider: sind Schwein, Hund, Ratte die einziger: Säugetiere, vor: denen sich nur das erste vor Ankunft der Europäer aus der Insel vorfand. Hier fehler: auch bereits die noch die Salomonen belebenden Kakadus und Loris; und auf Neukaledonien gab es nur Ratten und Flugbeutler, ehe die Franzose:: Hasen, Hirsche, Rinder und