Queensland.
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Coolagras, I^anionm laeviuocks. Die Herden ernähren sich von verschiedenen Arten des unten zu besprechenden Saltbnsh (Alrixlsx) sowie von Olienoxoäinm und Nlm^ockia, Den Charakter der Landschaft schildertLeichhardts,Tagebuch einerLandreise in Australien') anschaulich: „DieEbenen waren mit ilppigeu: Gras und Kräutern bedeckt. Leguminosen und Kompositen waren bei weitem die vorherrschendsten, die Farbe jener gewöhnlich ein prächtiges Rot, die der letzterer: ein lebhaftes Gelb. Gürtel offener: Waldlandes, aus dem Buchsbaum (Loxtwes der Engländer, einer Spezies Lueal^Mch gebildet, trennen die verschiedenen Ebenen, und einzelne Gebüsche, aus mehreren Arten ^.eaeia und verschiedener: anderen kleineren Bäumen bestehend, bildeten die Außenposten in: Gegensatz zu den dichteren innerer: Waldsteller:. Es sind besonders drei Spezies ^eaela, die dieser: Gebüschei: einen eigentümlichen Charakter geben: Eine ist der Mpal (^eaeia pemclnla; s. Abbildung, S. 212), den ich zuerst auf den Oxley- und Liverpol-Ebenen gesehen habe, und dessen hängendes Laubwerk mit seinen prächtigen gelben Blüten ihr: äußerst elegant und zierlich machen. Die zweite, die Coxer:-Akazie, ähnelt derr: Mpal, ihre steifen Phpllodia sind schmal, lanzettlich, ihre Zweige aufrecht. Die dritte ist die Bricklow- (Brigaloe-) Akazie, stets kleir: oder als Strauch auftretend. Die langer:, leichtgekrümmten Blätter von silbergrauer Farbe verleihen den Wäldern, in denen der Bann: häufig vorkommt, einen eigentümlichen Charakter. Ein Eisenrindenbaum mit grauer, rissiger Rinde und blaßgrünem Laube wächst hier, und Kterenlia lletei'opliMa ist ziemlich häufig unter Buchsbaum und Wassergummi. Hier und da Wipfel der Eisenrindenbünme, gefleckte Gummibüume, Hundeholz («Ineksouin) auf sandigem Boden, der mit Feuersteinen bedeckt ist und die Eintönigkeit vollständig macht. Das Gras war schür:, aber die Büsche einzeln stehend, der Eisenrindenwald zuweilen mit Gruppen vor: Akazien untermischt; ein andermal waren die Eisenrindenstämme kleir: und bildeten Dickichte."
3. Der tropische Osten und Aorden.
Die bisher besprochene Vegetatior: wird nach Norden hin immer tropischer und geht schließlich an der Küste langsam, irr: Inneren plötzlich in die nordaustralische Tropenwaldregion über, in der nun indisch-malapische Formen vorwiegen, wie I'amlaurm, die Palmen Ineuala und Oa- rzmta, die tropischen Leguminosenbüume, z. B. Uanllinia Oilesii, Meliaceen, Leptospermen (Thee- Bäume). Die südwest- und südostanstralischen Sippen treten dagegen zurück. Ar: der tropisch fenchtheißen Küste vor: Queensland kommen dichte Dschangelwaldnngen, von den Einwohnern „Vrnshes" genannt, vor, gemischte Laubwälder mit hochstämmigen Bäumen, Unterholz aus Farnei: und der Palmliane Oa.1a.mu8 armtwalm, die an den Bäumen emporkriecht und die Wälder unzugänglich macht. Der Stinging-Banm, Tiaportva moi'oid.68, eine Urtikacee, und der Cycas- banm wachsen hier in Menge, während Bambuse sich nur in: Nordwesten Australiens finden und Eukalypten und Banksien abnehmen. Eine reiche Entwickelung von Patinen ist namentlich in: Nordostei: des Kontinents an der Ostküste Queenslands erkennbar, wo Leulia und luvistoua sehr häufig sind, und zugleich bilden hier die Araukarien, z. B. die großnnssige ^ranearia LicUvilli, weite Bestände. Der Flaschenbaum, auch Gichtstammbaum, Delalleellia OraZ'orli, erinnert mit seinem mächtigen Staunn ai: den afrikanischen Affenbrotbanm und steht einzeln oder in Gruppen wie dieser auf den: Graslande oder au: Rande des Waldes. Dichter Oeckrala- Wald umgibt die östlichen Hänge der Küstenkette, Mangrovewaldungen breiten sich vor den Küsten, namentlich au: verschlammten Südufer des Carpentaria-Golfes aus, während nach den: Inneren zu das Grasland zunimmt. Lichte Eukalyptnswaldnngen ohne Unterholz kommen aber auch hier noch aus den: Graslande weiter in: Inneren fort, ausgezeichnet durch Mangel