hat. Einen schroffen Gegensatz dazn bildet die von Haena aus sich anschließende Nordwestküste, in deren basaltischen Lavafelsen zwei merkwürdige Höhlen mit den unterirdischen Seen Waiamoo (Drachensee) und Waiakanoloa (Verwüstnngssee) liegen; sie werden nach F. Brigham (,Petermanns Mitteilungerü, 1878) in Karroes mit Fackeln befahren. Nachdem man den 9 m hohen und breiten Eingang, der an gotische Formen erinnert, durchschritten hat, tritt man in die nahezu 50 m lange, 30 m breite und 20 m hohe erste Höhle, deren prächtige Kuppel mit vielen säulen- artigen Stalaktiten wunderbar geschmückt ist. Das Wasser des ersten, über 30 m tiefen Sees ist kalt, süß und von großer Klarheit, das des zweiten ist von einer gelben, zähen Pflanzenschicht bedeckt und riecht schwefelartig. Ein Abfluß der Quellen ist unbekannt.
Die Insel Niihau besteht aus zwei Teilen von ganz verschiedener Zusammensetzung. Der vulkanische Osten steigt in 240 m hohen Klippen steil aus den: Meere auf und erhebt sich in einen: sanft gewellten Gebirgszug ohne scharfe Spitzen und tiefe Schluchten zu einer Höhe von 450 m; aus der dürren Korallenkalkebene des Westens und Südens dagegen blicken die schwarzen Klippen der darunter liegenden Lava hervor. Die ganze Insel ermangelt der Quellen und überhaupt fließender: Wassers und daher auch der Baumvegetation, Grasteppiche erlauben jedoch Viehzucht und der von den höherer: Teiler: abgeschwemmte Boden die Kultur von Ananas und Bananen. In: Südwester: liegt ein erloschener Krater.
Ein solches Überbleibsel mit eingestürzter, vorn Meer überschwemmter Südwestseite ist auch Lehua, die Eierinsel, irr: Nordwesten von Niihau; besser erhalten ist der Tuffkegel von Kaula südwestlich davor:. Nihoa, die äußerste vulkanische Insel der Gruppe, unter 1620 westl. Länge, eir: kahler Doppelfelsen vor: 150 m Höhe, ist der Rest eines alten Kraters. Vor: hier aus geger: Nordwesten tauchen nur noch Korallenriffe aus den: Ozear: hervor.
6. Die Osterinsel und Salas y Gomez.
Weit entfernt und abgesondert vor: allen übriger: Inseln des Großen Ozeans liegt 21 Grade oder mehr als 2000 kau östlich vor: Pitcairn unter 1090 westl. Länge und 2?o südl. Breite die Osterinsel, Waihu oder Rapanui, von den Eingeborenen Tepito te Fenüa genannt. Sie soll schon 1566 durch Mendana und 1687 vor: Davis entdeckt worden sein, ist aber erst 1722 von Roggeveen besticht, dann vor: Cook, La Perouse und Beechey angelaufen und 1882 vorn Kapitän-Leutnant Geiseler genauer bekannt gemacht worden.
Diese seit den: Jahr 1888 den: chilenischer: Besitz einverleibte, einsame Insel erhebt sich in der Größe von 118 gkm und in der Form eines rechtwinkeligen Dreiecks aus großer: Meeres- tiefen. Sie besteht aus Trachyt, besitzt noch gut erhaltene Krater, heiße Queller: und Lavafelder und ist somit durchaus vulkanischer Natur. Die Mitte der Insel durchzieht eir: fast 400 m hoher Bergrücken; doch erreicht irr: Nordwesten eir: anderer 615 m, und in: Südwester: der Nanakao, der bekannteste aller ihrer Krater, auch noch 418 m Höhe. Die weniger hohe südöstliche Seite enthält drei sanft geschwungene Buchten, während die Küster: des Westens und Nordens fast geradlinig verlaufe::. Der Nanakao ist eir: sehr steiler, zurr: Teil in senkrechten Felswänden abfallender Kegel, dessen karrn: 2 rn breiter Rand einer: ziemlich großen, 250 m tiefer: Krater umschließt, worin neben einem mit Buffer: bewachsenen Sumpf die Pflanzungen der Eingeborenen liege::. Eir: Teil der Insel ist mit Lavablöcken bedeckt, die Krater liegen zurr: Teil arr: Meere selbst; schroffe steile Küsten erschweren die Landung.
Wo das vulkanische Gestein verwittert ist, findet sich, rvie auch in der: Thälern, fruchtbarer Boden. Sümpfe und Teiche mit frischen: Wasser sind nicht selten, fließende Gewässer fehlen dagegen, und die geringe Vegetation besteht seit der Vertilgung der Kokospalme nur noch aus