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Deutsch-Afrika und seine Nachbarn im schwarzen Erdteil : eine Rundreise in abgerundeten Naturschilderungen, Sittenscenen und ethnographischen Charakterbildern ; Nach den neuesten und besten Quellen, für Freunde der geographischen Wissenschaften und den Kolonialbestrebungen, sowie für den höheren Unterricht / Von Johannes Baumgarten. Mit einer Karte von Deutsch-Afrika
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Dondo.

Bäumen, in dem unzählige Stationen überall die ausgedehntesten Plantagen und Viehweiden anlegen könnten. Überall sind die Mul­den zwischen den Hügeln von Bächen durchfurcht, welche klares und gesundes Wasser liefern und in einzelnen Schluchten der Bäche, sowie auf dem Plateau nach Kabebe befinden sich mächtige Urwälder, welche das Bau- und Brennholz liefern. Obgleich die Eingeborenen reichlich Lebensmittel bauen und Muata Jamvo sogar recht ansehn­liche Plantagen besitzt, so beschränkt sich der bebaute Boden im Verhältnis zu den weiten unbebauten Flächen auf ein Minimum, sodaß von eigentlichem Ackerbau in unserm Sinne überhaupt nicht die Rede sein kann. Ähnlich verhält es sich mit der höchst unbedeu­tenden Viehzucht, die namentlich durch Einführung von Rindvieh einer außerordentlichen Entwickelung fähig werden könnte.

Dr. Paul Pogge.

(Mittheil. der Afrik. Gesellschaft. Berlin 1880. II. 3.)

Dondo,

ein Kebernest in Angola.

Dondo am Koanza, dieses giftigste Fiebernest von ganz Angola, weit berüchtigt wegen seiner Hitze, in dem der Weiße zu beständiger Kränklichkeit verurteilt ist, wo man es kaum wagen darf, während des Tages weiter als eben nur über die Straße zu gehen, liegt gerade am oberen Ende der Koanzaniederung, gerade da, wo sich diese mit einer dreieckigen Bucht zwischen die Berge hineinschiebt. Die vollständig eben gelegene, mit einer Zone von Maisfeldern umgebene Ortschaft, bedeckt einen verhältnismäßig ziemlich aus­gedehnten Raum, da alle die in zierlichem und sehr entsprechendem Stil gebauten steinernen Häuser der Kaufleute weite Höfe und Lagerschuppen umschließen. Es mögen davon ungefähr fünfzig hier sein. Vier oder fünf besitzen ein oberes Stockwerk, alle anderen haben nur ein Erdgeschoß, Glasfenster giebt es hier nicht mehr, sie sind auch gänzlich entbehrlich bei der gleichförmig schwülen Tempe­ratur, die hier Jahr aus Jahr ein herrscht. Eine sehr schadhafte Kirche, die äußerlich jedes Schmuckes entbehrt, eine Kaserne und