Dr. L. Martin.
30S
Congo, Boma (Etiexxe), Centralafrika (Pruex), Kamerun (Pleiix), Südafrika, Transvaal, Oranj estaat (Zalil von Autoren), Massauah (Buo), Zanzibar (Friedriciisex), Beunion (,,assez fröquente“, Merveilleux), Madagaskar (franz. Expedition), Britisch-Indien (viele Autoren), Assam (IIislop), Sumatra (Martix, Maurer, Sciiüefxer), Java, Batavia (Schöx), Phi 1 ippinen (Schön), i Bangkok (Nightixgale), Tonkin (Kermorgaut), Cochinchina (Boxxafy, Eoxtaixe, „tres frequente“), China, Yunan (Delay, frequente et meurtriere), Peking, Shanghai, Tsingtau, Shanhaikwan, Kiautschon (Arimoxd), Polynesie franeaise, Isles de la Societö (Gros), Kon veile Caledonie (Kermorgaxt), Chili (Schöx), Südkalifornien (Schwalhe, häutig), Portorico ; (Cxterherg, „seltener“), 1 ) II a v a n n ah (spanisch-amerikanischer Krieg), Dl ar t i n i q u e j
(Gries), Guy an e franeaise (Kermorgaxt), Mexiko (Semeleder, ,,nur über j 1200 Seehöhe“, also auf dem Hochlande), Madeira (Kroiix, „recht atypisch und ' gutartig“), Cap Verdi sehe Inseln — das dürfte genügen!
Ätiologie und Vorkommen.
Es steht heute wohl unbestritten fest, daß wir in dem von Erertil und Koch 1880 zuerst gesehenen, nach Erertii benannten und 1882 von Gafeky in Beinkultur isolierten Bazillus den Krankheitserreger des Typhus zu sehen haben. Die Infektion erfolgt ohne Zweifel durch Verschlucken des Bazillus per os; ob sie auch von den Atmungsorganen ausgehen kann, wie bei der Pest, erscheint höchst unsicher. Der Bazillus, welcher durch den normalen Salzsäuregehalt des Magensaftes in keiner Weise leidet, besitzt eine ganz außergewöhnliche Lebensfähigkeit, welche er durch Wochen und Monate im Boden, im Wasser, selbst im Eise bewahrt, ja auch die intensive Austrocknung der heißen, regenlosen Länder am roten Meere (Masauah) verträgt er nach Bho ohne Schaden. Noch mehr, Bassexge und Mayer (Zur Toxingewiummg aus gefrorenen Typhusbazillen, Centralblatt für Bakt. etc. XXXVI, Nr. 3, p. 332) haben virulente Typhuskulturen unter flüssiger Luft einer Temperatur von — 190 0 C unterworfen und die gefrorenen Kulturen manuell mit dem Pistill zertrümmert; trotz 3—4maliger Wiederholung dieser sicher mörderischen Prozedur fanden sich noch keimfähige Typhusbazillen in der gewonnenen Flüssigkeit. Der Bazillus Erertii vermehrt sich aber in der Hauptsache nur im menschlichen Körper und gelangt mit den Stühlen der Typhuskranken in die Außenwelt, aus welcher er auf drei deutlich nachgewiesenen Wegen zu seiner unheilvollen Tätigkeit im menschlichen Organismus zurückkehren kann.
1. Das Trink- und Nutzwasser. Wenn sieh auch besonders in den [ letzten Jahren eine das Trinkwasser mehr oder minder freisprechende Bewegung j deutlich geltend macht, so sind doch so viele, klassische Beispiele von durch infi- j ziertes Trinkwasser erfolgten, epidemischen Ausbrüchen der Krankheit absolut - sichergestellt und in der Literatur angehäuft, daß hier ein Irrtum ausgeschlossen erscheint; man erinnere sich nur der sources vauclusiennes in Frankreich. Bei der weitgehenden Nichtachtung und oft auch der absoluten Ignoranz selbst der einfachsten Gesetze der Hygiene bei allen Eingeborenen aller Gebiete ist eine fortwährende, fäkale Verunreinigung des Wassers nicht zu leugnen. Oft besteht die Gewohnheit, die Fäces direkt in die Wasserläufe abzusetzen, oder doch bei Gelegenheit des Badens an deren Ufern zu deponieren, oder das zu den Bädern gebrauchte, verunreinigte Wasser läuft in die Grundwasserbrunnen und Tanks zurück, welche ja
J ) Biddle (Med. Rec. New York, Nov. 1904, p. 821) sagt neuerdings vom Typhus auf Portorico, daß er durch große Häufigkeit von komplizierender Darmblutung ausgezeichnet sei.