Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1905)
Entstehung
Seite
81
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Die Stechmücken.

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Erklärung (1er Abbildungen auf den Tafeln IV,

Die Üriginalnegative, welche den Autotypien und den photolithographischen Tafeln zugrunde liegen, wurden nach meinen Angaben und nach Präparaten meiner Sammlung von den Herren Ernst Stephani und Georg Hausmann, beide in Kassel, hergestellt.

Herr Stephani gebrauchte zur Anfertigung der von ihm auf Bromsilbergelatineplatten von Matter erzeugten Negative (Taf. I, Eig. a, c, d; Taf. II, Fig. f, g, i; Taf. III,

Eig. 1, m; Taf. IV, Eig. n, o, p, q, r, s und u) einen selbstkonstruierten Vergrößerungs­

apparat in Kastenform, dessen Objektiv eine Brennweite von 3 cm besitzt und aus zwei plankonvexen, achromatischen Linsen besteht.

Es kam nur durchfallendes diffuses Tageslicht zur Verwendung.

Herr Hausmann (Taf. I, Fig. b, e; Taf. II, Eig. h; Taf. III, Fig. k; Taf. IV, Fig. t,

v, w, x, y, z; Taf. V, Eig. «, ß , y, ö, e, C, V und9) benutzte teils die Vertikalkamera

von Zeiß (Nr. 723 des Verzeichnisses mikroph. App., 1903, 5. Ausg.) mit den Mikro­planaren Serie Ia, Nr. 2 und 3, teils eine Horizontal-Vertikalkamera mit Stativ A und den Mikroobjektiven 27 und Okular I von Leitz.

Herr Hausmann verwendete nur durchfallendes künstliches Licht zu seinen Aufnahmen: Auerbrenner mit Neusilberreflektor, Pikrinfilter, einfacher achroma­tischer Kondensor, Irisblende.

Silber-Eosinplatten von Vogel-Obernetter.

Die Mehrzahl der Objekte ist in Kanadabalsam eingebettet. Die Flügel liegen meist in konzentrierter Chlorcalciumlösung, der Culexflügel (Taf. IV, Fig. s) in Luft und der Ernährungsapparat von Culex pipiens $ (Taf. IV, Eig. u) in Glycerin. Die dünneren Schnitte (510 (i) sind mit Eosin und Hämatoxylin, die dickeren mit Alaunkarmin gefärbt.

Taf. I.

Eig. a. Anopheles (Myzorhynchus) Ziemanni (Grünberg) 9, 12/1, gefangen am Wuri in Kamerun von Herrn Marine-Oberstabsarzt Dr. Ziemann. Die Mücke ist eine nahe Verwandte von Anoph. sinensis (Taf. II, Eig. f und i).

Fig. b. Larve von Anopheles maculipennis (Hoffmgg.), 6/1.

Fig. c. Verwandlung der Larve von Anoph. maculipenn. in die Puppe, 9/1. Die Atmungs­hörner sind aus dem Längsrisse der Larvenhülle schon hervorgestreckt, während die­selbe im übrigen noch die Puppe einschließt. Die Kopfkapsel der Larve liegt dem Kephalothorax der Puppe maskenartig vor.

Fig. d. Culex annulatus (Schrank) cP, 12/1.

Fig. e. Puppe von Anopheles maculipennis 9, 9/1.

Taf. II.

Fig. f. Anopheles (Myzorhynchus) sinensis (Wied.) 9, 12/1.

Fig. i. Anopheles (Myzorhynchus) sinensis (Wied.) cP, 12/1. Die in den beiden Figg. f und i dargestellten Mücken verdanke ich dem liebenswürdigen Entgegenkommen des Herrn Stabsarztes N. Mine zu Taihoku (Formosa).

Fig. g. Anopheles maculipennis (Hoffmgg.) cP, ausschlüpfend, 9/1. Der Thorax und die beiden ersten Abdominalsegmente haben die Puppenhülle schon verlassen, ebenso die Flügelwurzeln mit den Halteren. Die distalen Enden der Fühler und Taster stecken noch in ihren Scheiden.

Fig. h. Anopheles maculipennis (Hoffmgg.) cP, 6/1. Profilansicht. Sitz an senkrechter Wand. Die Tibia des linken Vorderbeines ist geknickt.

Taf. III.

Fig. k. Blatt von Ltricularia vulgaris mit gefangenen Culexlarven, 4/1. In den beiden unteren Blasen auf der linken Seite de3 Bildes befinden sich je zwei Larven.

. Fig. 1. Einzelne Blase eines Blattes von Utricularia vulgaris mit gefangener Culexlarve stärker vergrößert, 12|l. Das Tier ist am Endsegmente durch den Reusenapparat ge­faßt. Mit dem Kopfe voran geraten die Stechmückenlarven nur ausnahmsweise Mense, Handbuch der Tropenkrankheiten. II. 6