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74 Dr. Adolf Eyseee.
Glaszylinder zu etwa 5 /ts mit 75 °/ 0 Alkohol aufgefüllt, fest verkorkt und an der Mündung in geschmolzenes Paraffin eingetaucht (s. Fig. 30).^ Eine kleine Luftblase muß zwischen Stöpsel und letz teingeführter Wattekugel Zurückbleiben, da andernfalls bei Wärmezunahme das Glas gesprengt oder mindestens sein Verschluß gelockert werden würde; sie kann ja auch keinen Schaden anrichten. da in diesem Teile des Glases sich keine Insekten befinden. Mit Sammelvermerken versehen und einer Wattelage wohl umwickelt werden die Gläser dann in entsprechenden Kästchen fest verpackt.
Eine einzelne Röhre findet den passendsten Schutz in den balkenförmigen, hohlzylindrisch ausgedrehten, hölzernen „Versandhülsen“, in welchen Heilsera, flüssige Medikamente und dergl. verschickt werden; in jeder Apotheke sind solche leicht erhältlich.
Widerstandsfähige Arten, z. B. Stegomyia fasciata, überstehen ganz gut weite Reisen und sind in watteverstöpselteu Gläsern, deren Innenluft durch getränktes Fließpapier feucht gehalten wurde, mehrfach lebend nach Europa gekommen. Eier in lebendem Zustande zu versenden, macht noch weniger Schwierigkeiten; es genügt, dieselben auf einem angefeuchteten Streifen Filtrierpapieres verteilt in keimfrei gemachte Glasgefäße einzuschieben und diese gut zu verkorken.
Untersuchung, Infizierung etc.
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Die Untersuchung weiblicher Stechmücken auf Malariaparasiten, Filarialarven etc. sollte, wenn irgend möglich, an lebendem Materiale vorgenommen werden; sie ist unter diesen Umständen verhältnismäßig leicht anzustellen, während die Einbettung konservierter Tiere, die Herstellung entsprechend feiner Schnitte und deren weitere Behandlung eine schwierige, zeitraubende und bei nicht tadelloser Konservierung eine undankbare Arbeit ist.
Fig. 31.
Die mittels Atherdampf betäubten Mücken faßt man an einem Flügel; durch leichten Zug werden die Beine, welche stets im Hüftgelenke sich altlösen, entfernt und hierauf durch etwas stärkeren Zug auch die Flügel beseitigt. Das seiner Extremitäten beraubte Tier legt man auf einen mit 0,5 % Kochsalzlösung befeuchteten Objektträger und trennt mittels eines feinen Messerchens das Abdomen von dem Thorax durch einen Schnitt im ersten Hinterleibsring (Fig. 31, Pfeil A). Hierauf wird die Verbindung zwischen dem G. und 7. Leibesringe vorsichtig gelöst, indem man gleichzeitig je eine Nadel im Punkte a und b (Fig. 31) einsticht und die Ringe auseinander zerrt; dasselbe geschieht dann von den Punkten c und d aus. Nun
*) Dies geschieht am besten erst nach 24 Stunden. Hänfig bilden sich nämlich in den ersten Stunden nach dem Einbringen der Tiere von neuem Luftblasen in dem Alkoholwassergemisch (namentlich wenn dies frisch hergestellt wurde) und müssen dann ebenfalls sorgfältig entfernt werden, bevor wir die Glasröhre entgiiltig schließen. Bei Verwendung von leicht konischen (beinahe zylindrischen) Kautschukstöpseln ist der Paraffinüberzug, entbehrlich.