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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
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76 Die neuere Zeit bis zu den Rebolutions- ?c. Kriegen.

ward in England die Meinung vertreten, daß es im Interesse des Landes liege, seine Kolonien sich frei ent­wickeln zu lassen; um so reger würden die Handels­beziehungen werden, um so größer der Verbrauch englischer Erzeugnisse. Die beiden Auffassungen haben sich während des Unabhängigkeitskrieges im englischen Parlament scharf bekämpft; der Ansgang des Krieges hat der das Prin­zip der Freiheit verfechtenden in der gesamten englischen Kolonialpolitik znm Siege verholfen. Erst als der Eng­länder jenseits des Ozeans dem Engländer diesseits frei gegenüberstand, hat sich ihr Verkehr ins Riesige gesteigert.

32. Nordamerikanische Kolonialkriege.

Das Selbständigkeitsgefühl und die Widerstandskraft der nordamerikanischen Kolonisten war aber nicht allein ! durch ihr politisches Leben gestärkt. Sie hatten auch i Gelegenheit gefunden und sie benutzt, diese Eigenschaften im Waffenhandwerk zu beweisen und zu stählen. Eng- ? lands Kriege, Kolonialkriege, wie sie ja durchweg waren, i sind auch auf nordamerikanischem Boden ausgefochten worden. In dem Landstrich, der zwischen den Bewilligungen der London- und Plymouth-uckvontursi'Z frei blieb, haben sich Holländer und Schweden angesiedelt. Neu-Pork ist 1610 oder bald darnach als Neu-Amsterdam von Hol­ländern gegründet worden; die Schweden haben 1688 bis 1655 an der Delaware-Bucht ein Fort Christina gehabt. Erst 1664 haben die Niederländer ihr Besitztum geräumt. Weit länger dauerte die Rivalität mit den Franzosen, und weit schwerer waren die Kämpfe. Sie waren die Herren des Lorenzstromes, der Länder um seinen Mündungsbusen und des Ontario-Sees. Die englischen Kolonisten waren in diesen Kämpfen zum großen Teil auf sich selbst angewiesen und lernten hier