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Das Mittelalter.
samten Pommerellens und auch noch preußischer Gebiete stsi an Polen führte, so wäre wohl der ganze Osten von noä
Landsberg an der Warthe bis Memel jetzt ein ge- -sg
schlössen deutsches Land. Die Zunge polnischen Sprach- äw gebiets, die westlich der Weichsel bis an die Ostsee hinauf- -im greift, ist ein dauerndes Merkzeichen einer bedeutsamen mn historischen Wendung. Nördlich vorn preußischen Gebiet, i ,tsn in den später sogenannten baltischen Provinzen, ist die stä deutsche Einwanderung nicht mehr stark genug gewesen, die Bebauung des Bodens selbst in die Hand zu nehmen. .nsr Wer nicht Ritter war, mußte sich hier auf Städtegründung ^ pim beschränken; der Ritter ward Grundherr.
18 . Art der deutschen Kolonisation.
Schon dieser knappe Überblick zeigt, daß die deutsche Kolonisation unseren östlichen Nachbarn keineswegs überwiegend oder gar ausschließlich mit dem Schwerte auf- gezwungen worden ist, wie sie und ihre westlichen Freunde so gern den „teutonischen Kriegerhorden" vorwerfen und wie es oberflächliche Deutsche leichtfertig nachbeten. Die .Kolonisationsgebiete, die nichtdeutschen Fürsten unterstanden — und sie betragen weit mehr als die Hälfte der Siedelungslande — haben wegen dieser Frage nie einen Tropfen Blut fließen sehen. Von den übrigen gilt, abgesehen von Brandenburg, Mecklenburg, Vorpommern und den Ordenslanden, das gleiche, und auch in diesen Landschaften kann nur im Ordensgebiet von andauernd durchgeführtem Zwang mit Waffengewalt die Rede sein. Der deutsche Kolonist wurde herbeigeholt, weil er ungleich größere Ertrüge versprach, weil er dem Boden mehr abzugewinnen wußte, die Landeskultur nach allen Richtungen zu heben verstand. Er kam als
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