V. Deutsch-Samoa.
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Aufbewahrung des mit der neueren Zeit sich mehrenden kleinen Besitztums benutzen.
An der inneren Einrichtung der Hütten ist das merkwürdigste eine durch den ganzen Raum laufende, etwa fußhohe Schicht kleiner, runder, glatter Steine, welche nicht größer als Hühnereier und nicht kleiner als Taubeneier und so beweglich find, daß sie sich durch die vorstehenden Körperformen des sich setzenden oder hinlegenden Menschen verdrängen lassen und so bewerkstelligen, daß der Körper überall gleichmäßig unterstützt und nirgends gedrückt wird. Auf diese Weise ist mit Hilfe einer ausgebreiteten Matte, welche die direkte Berührung mit den Steinen verhindert, ein vorzügliches, verhältnismäßig weiches, kühles und gesundes Lager geschaffen, welches trotz des harten Materials unseren Polsterlagerstätten kaum nachsteht, in diesem Klima denselben sogar vorzuziehen ist.
Der gewöhnliche Hausrat besteht nur aus Matten, welche auf dem Fußboden über die Steine gebreitet werden, aus Tapavorhängen, welche nachts zum Schutz gegen die Moskitos und zur Abtrennung der verschiedenen Schlafstütten dienen, und den allerdings sehr harten Kopfkissen. Diese nähern sich dem japanischen Modell und bestehen aus einem wage- recht liegenden Stück Bambusrohr von 6—12 am Dicke, das durch kleine Füße aus eine Höhe von 16 om gebracht ist. Von diesen Kopfkissen gibt es kurz'e einschläfrige und bis zu 1^/2 m lange, welche für mehrere Personen bestimmt sind. Kochgeschirr ist nur selten vorhanden und dann auch nur solches europäischen Ursprungs, da die Samoaner die Speisen ebenso wie die Tahitier zwischen erhitzten Steinen bereiten und die dazu erforderlichen Gefäße in grünen Blättern bestehen.
Bereitung der Kawa. ^
In der Mitte zwischen den beiden Männern sitzen mit untergeschlagenen Beinen die Mädchen, vor sich die aus einem einzigen Stück Holz geschnittene Kawabowle, eine mit vier kräftigen Füßen versehene runde Schüssel von etwa 50 om Durchmesser. Ehe die Männer Platz nehmen, reichen sie noch den Mädchen in Kokosnußschalen frisches Wasser, mit welchen: diese sich, dabei ihre schönen weißen Zähne zeigend, den Mund ausspülen und die Hände waschen. Dann schneiden die Männer mit einem Messer kleine Stücke von einer weißlichen Wurzel (?ipsr mstü^Lti- oum) ab, welche von den bequem und etwas in sich gesunken dasitzenden Mädchen in den Mund gesteckt und gekaut werden. Anfänglich ist die Arbeit des Kauens kaum zu bemerken, die kleinen Stücke mehren sich aber und die Unterkiefer müssen einen immer größeren Bogen beschreiben, bis der Mund die Masse nicht mehr bewältigen kann, die während des
i) B. von Werner: „Ein deutsches Kriegsschiff in der Südsee", S. 228.
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