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0. Die deutschen Schutzgebiete in der Südsec.
ist reich gegliedert. Sowohl Upolu wie Savaii weisen zahlreiche tiefeinschneidende Buchten auf, von denen die Bucht von Apia auf Upolu die wichtigste ist. Doch ist Savaii im Osten und Norden ein ausgedehntes Korallenriff vorgelagert.
Nicht selten fällt die Küste der Inseln unvermittelt zum Meere ab. Daneben finden sich aber auch ausgedehnte Küstenebenen und allmähliche Abdachungen. Das Innere der beiden großen Inseln ist gebirgig, aber im ganzen noch wenig erforscht. Die höchsten Berge auf Upolu sind der Suisinga (900 m) in der Mitte der Insel und der Tofua (980 m) im westlichen Drittel gelegen. Noch höhere Erhebungen (Manga Loa 1646 in) finden sich auf Savaii. Apolima wird von einem versunkenen und zum Teil zertrümmerten Krater gebildet.
Die Wasserläufe sind infolge der geringen Breite der Inseln und des gebirgigen Innern nur unbedeutend. In die Bucht von Apia münden der Vaisingano und der Mulivai.
Klima. Gesundheitsverhältnisse.
Das Klima ist der Lage entsprechend tropisch. Die Temperatur hoch und gleichförmig, aber durch kühle Seewinde gemildert. Im kältesten Monat (Juli) beträgt sie durchschnittlich 24° 6., im wärmsten 27 o 0. Der Regenfall ist ziemlich beträchtlich (3400 mm im Jahre), am häufigsten und stärksten vom Dezember bis April. In dem letzteren Zeitraume wehen wechselnde Winde, von denen die westlichen Regenbringer sind. Wochenlange Weststürme mit andauerndem Regenfall sind nichts Seltenes; zuweilen treten verheerende Orkane auf. Im Südwinter (Mai bis November) dagegen herrscht der kühle und trockene Südostmonsun.
Trotz Wärme und Feuchtigkeit ist das Klima außerordentlich gesund. Fieber und Dysenterie fehlen fast ganz. Auch der Europäer kann ohne Bedenken dauernd im Freien arbeiten. Zur Zeit des kühlen Südostwindes treten allerdings Katarrhe und Influenza auf. Auch Lungenschwindsucht ist bei den Eingeborenen häufig, Wohl als Folge der mangelhaften Bekleidung. Sonst ist noch die Elefantiasis (starkes Anschwellen einzelner Glieder) ein lästiges und besonders unter den Eingeborenen viel verbreitetes Übel.
Pflanzen- und Tierwelt.
Die klimatischen Verhältnisse im Verein mit der günstigen Beschaffenheit des Bodens hat eine ungewöhnliche starke Entwicklung der Vegetation zu Wege gebracht. Höhen und Niederungen sind von einer üppigen reizvollen Pflanzendecke überkleidet. Dichtes Buschwerk, von Rubiaceen, Urtikaceen und Myrtaceen gebildet, von Banianen (Ficus), Pandanus- arten, Kokosnußpalmen und Brotfruchtbäumen überragt, überzieht einen großen Teil des Jnselgeländes. In den höheren Regionen herrschen Farnarten vor. Die wichtigsten Nahrungspflanzen sind außer der Kokos-