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0. Die deutschen Schutzgebiete iu der Südsee.
Mail trifft eine reiche Mannigfaltigkeit sowohl einschaliger oder zwei- schaliger Muscheln an. Manche werden gespeist, und die Schaleil voll manchen werden verschiedentlich benutzt. Das Tritonshorn dient als Signaltrompete. Die Riefenmuschel und andere große zweischalige Muscheln dienen als Gefäße und werden auch Schneidewerkzeuge daraus verfertigt, die Perlmutter wird zu Messern geschärft, und kleinere Schneckenarten werden zum Schmuck in zierlichen Reihen um Haupt und Nacken getragen.
Unter den Krebsen machen sich verschiedene kleine Pagurusarten bemerkbar, die in erborgten bunten Gehäusen von allerhand Seeschuecken in das Innere der Insel ihrer Nahrung nachgehen.
An nackten Mollusken, Würmern und Zoophyten ist die Fauna vorzüglich reich.
Körperliche Bildung der Marshallinsulaner.
Was die körperliche Bildung anbelangt, so erscheint der Marshallaner im Durchschnitt bei schlankem Wuchs und ebenmäßiger Gliederentwicklung mittelkräftig und erreicht mit einer zwischen 1,52 bis 1,72 in schwankenden Höhe ziemlich die Durchschnittsgröße der Europäer. Ausnahmsweise kommen auch größere Menschen vor, und namentlich bei den müßigen Häuptlingen findet sich hier und da Fettentwicklung. Die Hautfarbe ist natürlich nicht die völlig gleiche bei allen Individuen, sie variiert von Olivengelbbraun bis in ein rötliches Ziegelbraun; der am häufigsten zu treffende Ton dürfte mit Kastanienbraun bezeichnet werden. Auch umfaßt derselbe Ton nicht gleichmäßig den ganzen Körper; Gesicht und Hals, ferner die Gegend hinter und unter dem Ohre, die Achselhöhle und Leistengegend und die vom Grasschurz bedeckten Teile sind Heller. Fast so hell wie bei uns sind Hand- und Fußsohlen und die Nägel. Kniee und Ellbogen sind merkbar dunkler; die Rückenseite erscheint im ganzen etwas mehr gedunkelt als die Vorderseite, ebenso das Schienbein. Junge Frauen und überhaupt junge Leute sind Heller als Erwachsene; das Haar ist meist schwarz und schlicht; feines lockiges und wolliges Haar gehört namentlich bei den Frauen nicht zu den Seltenheiten. Die Männer tragen es entweder kurz abgeschnitten, wie dies seit Einführung der Mission üblich, oder nach der alten Weise in einen Schöpf hochgebunden. Bei den Frauen hängt es meist, in der Mitte gescheitelt, lang herab. Mit Bartwuchs sind sie nur spärlich versehen.
Die Augen sind groß, voll, dunkel, meist blaubraun, und zeigen heiteren, lebhaften, geweckten Ausdruck. Die Backenknochen treten mäßig hervor. Die Nase erscheint, wie bei allen Südseevölkern, an der Basis breit und flach, nach der Spitze konkav aufsteigend, kolbig ausgeworfen,
Z C. Hager: „Die Marschallinsulaner", <S 70.