III. Kamerun.
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als diese ist die sowohl an der Küste als auch im Innern, und zwar hier oft in großen Hainen auftretende Ölpalme (Llaeis Auinssnsis). Sie liefert die Haupthandelsprodukte Kameruns, Palmkerne und Palmöl; aus ihrem Saft verschafft sich der Neger sein berauschendes Lieblingsgetränk, den „Mimbo". Außer diesen drei Arten gedeiht an vielen sumpfigen Stellen noch die Weinpalme, auch Bambuspalme genannt (UaMa vinilera). Ihre langen und elastischen Blattrippen werden von den Eingeborenen vorzugsweise als Dachsparren und Tragstöcke benutzt, auch ihr Saft wird, wie der Name verrät, gern getrunken.
Von vielen nutzbaren Farbhölzern absehend, will ich an dieser Stelle besonders ein Gewächs hervorheben, das nach meiner Ansicht nächst der Olpalme die größte Zukunft hat. Es ist die Gummiliane (Önnäolpüia). Ich habe an vielen Stellen des Urwaldes diese Schlingpflanze massenhaft angetroffen: die Eingeborenen hatten jedoch meistens von dem Werte ihres Saftes keine Ahnung. Man müßte mit der Ausnütznng jedenfalls vorsichtiger beginnen, als dies in der Küstenregion geschieht. Hier haben die Eingeborenen, um möglichst viel zu produzieren, die Lianen nicht angeschnitten, sondern, um im Augenblick viel Saft zu erlangen, die Pflanzen durchschnitten und dadurch für die Zukunft getötet. Ich halte es daher für angebracht, daß man da, wo die Gummigewinnung betrieben werden soll, dies unter oer Aufsicht eines erfahrenen Europäers geschehen läßt.
Eine Elefantenjagd. i)
Schor: wird hin und wieoer das Krächzen jener Vögel aus der Familie der Nashornvögel vernehmbar, die in hohen Baumkronen unsere Anwesenheit bemerken und sich mit Vorliebe aufhalten, wo Elefanten sind, welche sie durch ihr Geschrei vor dem nahenden Jäger zu warnen scheinen.
Doch horch! Zur Linken, nicht gar weit entfernt, hören wir plötzlich das Knacken eines Zweiges und ein leises Rauschen der Blätter! Das ist ein Elefant, der einen Zweig abgebrochen hat und dessen Blätter abstreift. Wir ändern jetzt den Weg und schleichen langsam, jedes Geräusch vermeidend, der Stelle zu. Immer deutlicher wird das Knacken und Rauschen der Zweige, zahlreiche Fliegen umsummen uns, und ein scharfer Geruch frischer Losung steigt uns in die Nase, der Elefant muß in unmittelbarer Nähe sein. Plötzlich stutzen wir alle und stehen wie festgewurzelt, den zum Ausschreiten aufgehobenen Fuß leise wieder zu Boden setzend: ein Trompetenstoß, dessen schmetternder Ton rings den Urwald erdröhne:: macht, schlägt an unser Ohr und macht zugleich das Herz lauter klopfen. Zaghaft schaut unser Führer sich nach uns um, während in das
Z E. Zintgraff: „Nordkamerun", S. 105 ff.