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Die afrikanischen Schutzgebiete.
die sogenannten Salzpfannen (Paus), deren Boden salzhaltig ist. Dia bedeutendste Salzpfanne auf deutschem Gebiete ist die Etoschapfanne.
Klima. Gesundheitsverhältnisse.
Das Klima zeigt starke Gegensätze. Der Norden, noch in den Tropen liegend, hat reichliche, der Süden, schon der gemäßigten Zone zugehörend^ spärliche Niederschlüge; das Binnenland zeigt Sommerregen, die Küste Winterregen.
Das Klima der Küste wird bedingt durch das ungewöhnlich kalte Auftriebwasser des Meeres in Verbindung mit den herrschenden kühlen Südwestwinden, welche die Dunstmassen landwärts treiben, aber die Regenbildnng hindern. Die Folge ist ein gleichförmiges, nngemein regen- armes, dabei aber luftfeuchtes und für die geographische Breite kaltes- Klima. Die mittlere Jahreswärme betrügt nur 16 bis 17° 6; im heißesten Monat, dein März, erreicht die mittlere Temperatur 20° 0, im August, dem kältesten Monat, nur 14° 0. Des Nachts treten starke Nebel anf^ die sich zu überreichlichem Taufall verdichten.
Gänzlich verschieden davon ist das Klima des Binnenlandes. Die Luft ist trocken; ihre Wärme nimmt mit wachsender Meereshöhe zu. Infolge der Lnfttrockenheit zeigt sich ein starker Gegensatz zwischen Tag- und- Nachttemperatur. Im Sommer beobachtet man tagsüber Temperaturen, von über 40° 6, die nachts bis auf 15 ° 6 abstürzen. Auch der Unterschied zwischen Sonnen- und Schattentemperatur ist gewaltig und kann bis zu 30° 0. betragen. Der wärmste Monat ist der November öden Dezember (durchschnittlich 38° 6 im Schatten, nachts 15° 0), der kälteste der Juni oder Juli (ca. 28° 6, nachts —9° 6).
Der Negenfall ist am stärksten im Norden und nimmt nach Süden zu schnell ab. Während man in den nördlichen Gebieten deutlich eine heiße Regenzeit (etwa Oktober bis April) von einer kalten Trockenzeit (etwa Mai bis September) unterscheiden kann, verwischt sich dieser Gegensatz, je mehr man nach Süden kommt. Die Regenzeit tritt unregelmäßig- auf, bleibt in einzelnen Jahren ganz aus und dauert auch im günstigsten Falle selten über vier Monate.
Die Winde kommen hauptsächlich aus Südwest (kühl und trocken) und aus Nordost (warm und feucht).
Für den Europäer ist das Klima, vom Amboland vielleicht abgesehen^ gesund; die Trockenheit der Luft macht die Hitze erträglicher, die kühlen Nächte wirken erfrischend. Klimatische Krankheiten kommen nicht vor; Fieber findet sich allerdings im tropischen Ambolande. In einzelnen Flußtälern, wo es vor kurzem noch auftrat, haben umfassende Sanierungsarbeiten es nahezu beseitigt. Nur gelegentlich nach starken Niederschlügen erscheint es noch und dann sehr milde. Der Europäer kann überall