Livingstones Tod.20H
Die Viktoriafälle dos Sambesi. 203
Kanoetransport in der Wildnis.2^2
Partie der Viktoriafälle.- . - 2^7
Ansicht von Tanänarivo.22^
Nossi-B6. 223
Raphia-Palmen. 225
Ansicht von Tamatave ..229
Sperlingsnest auf Madagaskar. 232
Musiker auf Nossi-Bä .. 253
Komorotypcn. 236
Waldbach auf den Seschellen. 237
Karten.
Facsimile einer Karte Dappers. .NO
Der mittlere Laus des Sambesi. 209
Karte der deutschen ostafrikanischen Kolonie und des Seeengebietes . ... 2^3
Karte von Madagaskar... 228
Nachtrag.
während des Druckes dieses Bandes haben sich in Mst-Asrika manche Veränderungen vollzogen, welche im Texte nicht mehr berücksichtigt werden konnten und die wir deshalb hier nachtragen.
Durch Leutnant Schmidt wurde die Hoo— 500 Hj Meilen große Landschaft Usaramo für die Deutsche ostafrikanische Gesellschaft erworben, wodurch diese eine wichtige Küstenlandschaft gewann und auch der Rest des Rusidschilauses in ihren Besitz kam. In dem neuerworbenen Küstengebiet befindet sich der vortreffliche Hasen Dar-es-Salam, welcher q.o— 50 größeren Schiffen Aufnahme gewähren kam. von diesem Hasen aus baute einst ein englischer Unternehmer eine breite, 70 Meilen lange Straße 'zum Nyassa-See, gab aber das Unternehmen auf, da der Verkehr zu gering war, um die Kosten zu decken, und Hafenbauten, welche Sultan Seyd Medschid zur Hebung des Handelsverkehrs in Dar-es-Salam ausführen ließ, sowie die für ihn dort erbauten Paläste, die der Anfang einer neuen Residenz werden sollten, sind verfallen. Der Hafen wird jetzt gar nicht benutzt, aber im Besitze einer Macht, welche imstande ist, dort geordnete Verhältnisse herzustellen, würde er rasch große Bedeutung erlangen und den ganzen Handelsverkehr von Bagamoyo an sich ziehen, umsomehr, da nun in dem Rufidschi eine sichere und bequeme Handelsstraße nach dem Innern erschlossen ist. Das Rnfidschi-Delta bildet jetzt schon viele Einbuchtungen, welche von den Eingeborenen nach einer vorliegenden Insel Vuabe genannt werden. Durch Ausbaggern ließe sich leicht zwischen dieser Insel und dem Festlande ein Kanal herstellen, der tief genug wäre, um die Einfahrt in den mehrere Meilen aufwärts schiffbaren Rufidschi zu ermöglichen, welche großen Vorteile der Besitz dieses Flusses unserer Kolonie verspricht, erhellt schon aus einem Blick auf die jetzigen Transportkosten von waren aus der Kolonie nach Sansibar. Da man auf dem jetzigen Wege über Bagamoyo ausschließlich aus Träger angewiesen ist, welche von Jahr zu Jahr teurer werden, ist der Transport mancher Kolonialerzeugniffe nach der Küste mit unerschwinglichen Kosten verknüpft. Ein Pfund irgend eines Erzeugnisses von Usagara kostet bis zur Küste ^ Mark bis ^ Mark 20 Pfennig Trägerlohn, und die Überfahrt nach Sansibar erhöht die Spesen noch um 10 Pfennig pro Pfund. Alle diese Hindernisse werden entfallen, wenn waren aus dem Rufidschi ungehindert transportiert werden können. Die Besitzungen der Deutschen ostafrikanischen Gesellschaft gewinnen jetzt, nachdem,die Küste erreicht ist, erst Wert, aber auch im ganzen Handel Mst-Afrikas wird sich dadurch eine großartige Umwälzung vollziehen, da bald niemand mehr daran denken wird, waren über Bagamoyo ein- und auszuführen. Die vermeintlichen Ansprüche des Sultans werden hoffentlich auch hier keine Schwierigkeiten bereiten.