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Teil 5 (1915) Die deutschen Kolonisten im brasilianischen Staate Espirito Santo / von Ernst Wagemann
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Siebentes Kapitel.

Die äußere Lebenshaltung.

1. Das Haushaltungsbudget.

Eine Kolonistenfamilie von 810 Köpfen gibt durchschnittlich Wohl 600800 Milreis im Jahre aus, einen Betrag also, der dem Erlös aus dem Verkauf von 150 Arrobas Kaffee entsprechen würdet Manche ebenso große Familien müssen zwar mit weniger als 500 Milreis, einzelne sogar mit 300 Milreis auskommen; dafür gibt es aber auch solche, die jährlich über 1000, ja über 2000 Milreis verzehren.

Die Ausgaben einer gut lebenden Kolonistenfamilie mit sechs Kindern setzen sich etwa wie folgt zusammen:

Kleider.

250

Milreis

Schuhzeug . . ..

50

,,

Dörrfleisch (5 71/2 pro Woche) .

300

,,

Zucker ( 11 / 22 pro Woche) . .

50

Weizenmehl (6 Sack pro Jahr). . .

80

,,

Salz (2 Sack pro Jahr).

15

,,

Petroleum (20 l pro Jahr) ....

10

,,

Werkzeuge (1 Axt, 2 Hebel, 2 Hacken)

15

,,

Beiträge für Schule und Kirche . . Tabak, Branntwein, Bier, Reis,

402

Sattelzeug, Luxusgegenstände . .

190

1000

Milreis

i Vgl. Kap. IV, 3 und Kap. VI, 8.

^ In Santa Leopoldina zum Beispiel ist der jährliche allgemeine Kirchen- beitrag 16 Milreis. Dazu kommen:

Schulgeld für ein Kind.6 Milreis

Gebühren für Amtshandlungen, sie betragen durchschnitt­lich pro Jahr und Familie.10

Maislieferung an den Pfarrer oder.1

Überdies Beiträge für Bauten.

Schriften 147. V. 7