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Teil 5 (1915) Die deutschen Kolonisten im brasilianischen Staate Espirito Santo / von Ernst Wagemann
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Die deutschen Kolonisten im brasilianischen Staate Espirito Santa. 05

Jahr müssen die Knollen geerntet werden. Sie halten sich aber wie Kartoffeln. Gewöhnlich erntet man nach 79 Monaten.

Dams kommt nur am Wasser vorwärts. Am liebsten pflanzt man sie an Bächen und Flüssen. Im Tiefland wird sie kaum angebaut. Pflanzzeit ist September/Oktober. Nach sechs Monaten schon sind die Knollen reif; sie können jahrelang jederzeit geerntet werden. Man verwendet sie in Espirito Santo ausschließlich als Viehsutter.

Bat ata (Süße Kartoffel) gedeiht überall, im Hoch- und im Tiefland, bei fast jedem Boden. Sie kann ungemein viel Regen ver­tragen. Man pflanzt sie möglichst aus gut gebranntem Boden in Ab­ständen von 50 ein bis 1 m. Die Ranken werden als Stecklinge be­nutzt; die Pflanze wird also nicht aus der Knolle gezogen. Pflanzzeit: Februar/März und September. Nach 36 Monaten wird geerntet.

Eara verlangt feuchten Boden und gedeiht am besten im Tiefland. Man pflanzt sie September/Oktober und erntet sie nach sechs Monaten. Sie dient hauptsächlich als Viehfutter und nur aus­nahmsweise auch als Ersatz für die Kartoffel, allgemein aber als Zusatz zum Brot.

Erdnuß (Judennuß) wird im Tiefland auf sandigem Boden angebaut. Man ißt sie durchweg gebacken, aber auch roh. Sie ist bei den Italienern und Brasilianern beliebt.

Kartoffeln geben im Hochland bei etwas Pflege gute Er­gebnisse, werden aber wenig gepflanzt, da der Anbau der anderen Knollengewächse weniger Arbeit verursacht. Sie werden daher sogar importiert.

7. Die übrigen Kulturen.

Schwarze Bohnen. Zuweilen werden sie zusammen mit Mais angebaut, was aber unzweckmäßig ist. Sie verlangen gut ge­reinigten und gebrannten Boden wie der Mais, aber weniger Feuchtig­keit als dieser. Zusammen mit Mannivkmehl sind sie das National­gericht der Brasilianer.

Die Vegetationsdauer beträgt nur drei Monate. Daher ist nur einmaliges Jäten für gewöhnlich erforderlich."Das Pflanzen geht schnell vonstatten. Mit einer Hacke werden in einer Entfernung von 30 om Löcher gemacht, 45 eventuell auch 67 Bohnen hineingeworfen und leicht mit der Erde bedeckt." (Kaerger S. 45.)

Schriften 147. V.

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