Teil eines Werkes 
Teil 5 (1915) Die deutschen Kolonisten im brasilianischen Staate Espirito Santo / von Ernst Wagemann
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Viertes Kapitel.

Die Produktionsmethoden im Kolonistenbetriebe.

1. Die Anbaufläche eines Durchschnittsbetriebes.

Während die Regierung anfänglich Landlose von mehr als 50 da austeilte, verringerte sie diese später um die Hälfte, um schließlich als Einheit 25 da festzusetzen. Gegenwärtig bezeichnet man daher eine Fläche von 25 da als eine Kolonie. Durch Besitzverschiebungen der verschiedensten Art (Landkauf, Erbfall usw.) ist es dahin gekommen, daß einige Kolonistenfamilien heute 20 Kolonien und noch mehr haben. Als Durchschnitt können wir aber 23 Kolonien, also 5075 da an­nehmen. Eine Fläche von 75 da wird etwa wie folgt verwandt:

Wir finden also etwa eine halbe Kolonie, ein Sechstel des gesamten Gehöfts bebaut. Dazu kommen 1012 da (wiederum fast eine halbe Kolonie) gerodetes, aber unbebautes Land, für zweimalige Mais- und Knollenpflanzung bestimmt. Das übrige ist Wald.

Von diesem Schema weichen die Kolonien des Tieflandes oft in­sofern ab, als bei ihnen der stärkeren Viehhaltung wegen die Weide­fläche größer ist. Auch ganz junge Ansiedlungen gewähren ein anderes Bild: hier finden wir oft bedeutend mehr Land für den Anbau von Manniok und Mais, da, solange der Kaffeeberg noch keine Ernte trägt, diese Produkte verkauft werden.

Dem Anbau vorher geht die Urbarmachung des Waldlandes, und zwar sucht der Kolonist möglichst jedes Jahr dem Walde neue Anbau­flächen abzuringen.

2. Mais.

3. Knollengewächse . . . .

4. Weide.

1. Kaffee (3000 Bäume)

14/22 va 46 da 1 lia 4 da

2. Die Urbarmachung des Waldlandes.