Viertes Kapitel.
Die Produktionsmethoden im Kolonistenbetriebe.
1. Die Anbaufläche eines Durchschnittsbetriebes.
Während die Regierung anfänglich Landlose von mehr als 50 da austeilte, verringerte sie diese später um die Hälfte, um schließlich als Einheit 25 da festzusetzen. Gegenwärtig bezeichnet man daher eine Fläche von 25 da als eine Kolonie. Durch Besitzverschiebungen der verschiedensten Art (Landkauf, Erbfall usw.) ist es dahin gekommen, daß einige Kolonistenfamilien heute 20 Kolonien und noch mehr haben. Als Durchschnitt können wir aber 2—3 Kolonien, also 50—75 da annehmen. Eine Fläche von 75 da wird etwa wie folgt verwandt:
Wir finden also etwa eine halbe Kolonie, ein Sechstel des gesamten Gehöfts bebaut. Dazu kommen 10—12 da (wiederum fast eine halbe Kolonie) gerodetes, aber unbebautes Land, für zweimalige Mais- und Knollenpflanzung bestimmt. Das übrige ist Wald.
Von diesem Schema weichen die Kolonien des Tieflandes oft insofern ab, als bei ihnen der stärkeren Viehhaltung wegen die Weidefläche größer ist. Auch ganz junge Ansiedlungen gewähren ein anderes Bild: hier finden wir oft bedeutend mehr Land für den Anbau von Manniok und Mais, da, solange der Kaffeeberg noch keine Ernte trägt, diese Produkte verkauft werden.
Dem Anbau vorher geht die Urbarmachung des Waldlandes, und zwar sucht der Kolonist möglichst jedes Jahr dem Walde neue Anbauflächen abzuringen.
2. Mais.
3. Knollengewächse . . . .
4. Weide.
1. Kaffee (3000 Bäume)
14/2—2 va 4—6 da 1 lia 4 da
2. Die Urbarmachung des Waldlandes.