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Das obligatorische Schiedsgerichtswesen in Neuseeland / von M. W. Steinberg
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weisen 36 ). Eingeführt werden fertige Fabrikate der Textil-, Eisen-, Stahl- und anderen Industrien, die im agrarischen Neuseeland erst wenig entwickelt sind 37 ).

III. Verkehr.

Schon aus der insularen Lage Neuseelands folgt, daß das erste und wichtigste Verkehrsmittel die Schiffahrt ist, die durch die schnelle Entwicklung des auswärtigen Handels noch gefördert wurde.

Die neuseeländischen Häfen besaßen im Jahre 1908 insgesamt 262 Segelschiffe mit 40163 Nettotonnen und 327 Dampfschiffe mit 110 677 Nettotonnen. Es liefen ein 605 Schiffe mit 1,2 Millionen Tonnen, und es fuhren aus 596 Schiffe mit 2 Millionen Tonnen 38 ).

Die staatlichen Eisenbahnen mit einer Länge von ca. 3000 Meilen warfen dem Staate im Jahre 1909 einen Gewinn von 1,2 Millionen ab. In demselben Jahre wurden durch sie 10,1 Millionen Personen befördert.

Den Nachrichtendienst besorgen 2194 Postanstalten, die im Jahre 1909 296 Millionen Postsendungen beförderten, das 10900 Meilen lange Telegraphennetz, ferner Telephon und Kabelverbindungen mit Australien und Kanada 39 ). Neuerdings plant die Regierung die Einführung der drahtlosen Telegraphie in Neuseeland, das mit Fidschi und Australien durch fünf radiotelegraphische Stationen verbunden werden soll 40 ).

36 ) Ebenda, S. 287.

37 ) Australasien (hier sind gemeint Australien und Neuseeland) mit seinen 5 Millionen Einwohnern spielt für die Exportindustrie des Mutterlandes eine sehr bedeutende Rolle, da es nach Indien [das für 51,2 Millionen Pfund Sterling (1908) Ware aus England bezieht] und Deutschland [mit 33,4 Millionen Pfund Sterling (1908)] der größte Kunde Englands ist. Die englische Einfuhr nach Australasien betrug im Jahre 1908 31,7 Millionen Pfund Sterling oder 3 / 5 der Einfuhr nach Britisch-Indien und Ceylon, die eine Bevölkerung von 300 Millionen haben. (N. Z. 0. Y. 1910, S. 197.)

Als Käufer von englischen Waren steht Neuseeland unter den anderen Kunden Englands an fünfter Stelle.

Die enorme Zunahme des neuseeländischen Exports nach England läßt sich dadurch veranschaulichen, daß er von 15 Pfund Sterling auf 100 englische Ein­wohner in den Jahren 18801890 auf 29,6 Pfund Sterling in dem folgenden Jahr­zehnt gestiegen ist. (The british Trade Book by John Holt Schooling, Third issue, London 1908, S. 239 u. ff.)

38 ) N. Z. 0. Y. 1910, S. 312, 316, 318.

39 ) Ebenda, S. 321, 323.

40 ) The Times, London, 21. VII. 1910.