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Dr. Filippo Rho.
VII.
Exotische Giftpflanzen, welche gelegentlich hei 3Iensclien Vergiftungen hervorufen.
Die Zahl solcher Gewächse ist sehr groß. Man kann sagen, daß die toxischen Eigenschaften eines großen Teiles dieser Pflanzen erst durch einen unglücklichen Zufall entdeckt worden sind. Wir geben im folgenden eine Zusammenstellung der wichtigsten in den anderen Abschnitten nicht erwähnten und verweisen im übrigen auf die Spezialwerke, besonders auf das Buch von Lewix.
Bemerkungen über Vorkommen und Wirkung
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Familie
Pflanze
Magnoliaceae
Illicium religiosum
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(Magnolien-
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gewächse)
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Crueiferae
Isatis tinctoria L.
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(Kreuzblüter)
(Färberwaid)
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Gutti ferne
Garcinia morella
(Guttibäume )
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Sterculiaceae
Guazuma tomentosa
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(Stinkbaum-
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gewächse ) Rhamnaceae
Zizgplius vulgaris
(Kreuzdorn-
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gewächse)
(Christusdorn)
Leguminosae
Abrusprecatorius L.
(Hülsenfrüch tler)
(Paternosterbeere)
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Phytolaccaceae
Phytolacca striata
(Sclta rla ch beeren-
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geivächse)
Ph. decandra L.
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Euphorbiaceeae
Jatropha multifida
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(Wolfsmilch-
L.
gewächse)
Liliaceae
Dianelia intermedia
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(Liliengewächse)
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In Indien und Japan in der Nähe von Tempeln angebaut. Die giftigen Samen, welche zur Verfälschung von Sternanis (I. verum) benutzt werden, enthalten Si kimin (der japanische Name der Pflanze ist Sikiminoki), ein stickstoffreies Gift, welches jedoch kein Glycosid ist und wie Pikrotoxin wirkt. Ein Centigramm genügt, um in zwei Stunden einen Hund unter Erbrechen, Durchfall. Atemnot und Krämpfen zu töten. Einzelne Vergiftungen bei Menschen werden berichtet.
Zu industriellen Zwecken in vielen tropischen Ländern gezogen und liefert mit anderen Arten zusammen Indigo. Beim Menschen bewirkt dieser in Mengen von weniger als einem halben Gramm Erbrechen, Durchfall und Nierenkolik, in wiederholten Dosen Fieber, Anschwellungen der Gelenke, Schwindel und sonstige nervöse Störungen.
Wächst in Indien und liefert das Ci u m mi g u 11 i. welches als Farbe in der Malerei und als starkes Drastikum in der Medizin Anwendung tindet. Dieses bewirkt örtliche Entzündung, Leibschmerzen und Tenesmus. Vier Gramm genügen um eine tödliche Gastroenteritis herbeizuführen.
Heimatland Indien. Die Früchte rufen manchmal eine rasch verlaufende tödliche Enteritis hervor.
Die Früchte gelten am Senegal als giftig, die Blätter sollen das Geschmacksvermögen stören.
Aus Indien stammend, jetzt in allen Tropenländern angebaut. Die Samenkörner enthalten Abrin, eine stark giftige Albumose, wodurch bei Kindern durch unvorsichtigen Genuß schon tödliche Magendarmkatarrhe entstanden sind.
In Ostafrika als wilde Zuckerpatate bekannt. Der Genuß hatte schon wiederholt Vergiftungen zur Folge.
Indien. Das darin enthaltene Phytolaccotoxin wirkt wie Pitrotoxin.
Die Samen bewirken in Indien gelegentlich Vergiftungen unter d. Erscheinungen v.Gastroenteritis.
Die Beeren sollen für Menschen sehr giftig sein.