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Die tropischen Hautkrankheiten.
; Jeanselme, „Note sur le goundou or anakhre“. Rev. de chir. XXI. 1901. Nr. 10. \ S. 453.
Lamprey, J. J., Horned men in Afrika etc.“. Brit. med. Journ. 1887. S. 1273.
Lim Boon Keng, „Goundou preceeding chronic hydrocephalus in a Malay child“. Journ. of Tropic. Med. 1901. S. 213.
Macland, „Note sur une afl'ection designee dans la boucle du Niger et le pays de Cong, sous les nom des Goundou ou Anakhre (gros-nez).“ Arch. de med. nav. 1895. i Bd. LXIII. S. 25.
i f Maxwell, J. Preston, Goundou and Ainhum in South China. Journ. of Tropic. Med. ; 1900. S. 110.
? Hendes, Pacheco, A propos d’un cas de Goundou ou Anakhre. Rev. de chir. XXI. * 1901. S. 445.
; Nell, A., „Goundou: Its Relation to Yaws“. The Journ. of Tropic. Medic. 1903. jj S. 348.
jk Renner, W., A case of Goundou or Anakhre. Journ. of Tropic. Med. 1900. S. 145. j Strachan, Henry, Bony overgrowth or exostoses in the West-Indie negro. Brit. med. I Journ. 1894. S. 189.
y Schecbe, B., „Gundu“. In Eulenburg’s Real-Encyklop. 1903. Jahrb. X. S. 319.
| Derselbe, „Die Krankheiten der warmen Länder“. 3. Aufl. 1903, bei G. Fischer.
( Die Olirgeschwulst von Nepal.
i Mit obigem Namen belegt Hirsch nach den Berichten von Brami.ey und
j Campfxi. aus den dreißiger Jahren vorigen Jahrhunderts ein Leiden, welches in prall elastischer Anschwellung des äußeren Randes, meist beider Ohrmuscheln besteht. Die Geschwulst erreicht Apfel- bis Kindskopfgröße, und entleert bei der Eröffnung eine dicke weißliche Flüssigkeit. Diese kann auch spontan resorbiert werden, worauf knollige Tumoren Zurückbleiben. Über das Wesen des Übels, das auf einige Täler in der Landschaft Nepal in Nordindien beschränkt sein soll, ist i nichts bekannt, und neuere Berichte tun desselben nicht Erwähnung. Die Hiiisch- sche Mitteilung sei deshalb hier nur kurz registriert.
| Literatur.
| Hirsch, Handbuch der historisch-geographischen Pathologie. 3. Aufl. 1886. f Bramley, Transact. of the Calcutt, med. Soc. 1835. VII. S. 71. (Zit. nach Hirsch.)
| CAMrELL, Ebenda 1833. VI. S. 428. (Zit. nach Hirsch.)
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| Ich möchte hier noch eine spezifische Krankheit erwähnen, welche ich zweimal
t in Kamerun bei Negern beobachtete. Sie begann mit Verdickungen der Epidermis, einmal der einen Fußsohle, einmal beider Fußsohlen. Im Bereich der Verdickungen entstanden tiefgreifende Geschwüre, in deren Tiefe die Fußknochen zerstört wurden, und die so reichlich Granulationen hervorbrachten, daß das Volumen des ganzen Fußes schließlich erheblich vermehrt erschien. Im Bereich der gesunden Haut an der Grenze des Kranken, schritt die Verdickung in Gestalt von Stecknadelkopf- bis linsengroßen flachen, rundlichen Knöpfehen fort, die sich etwas heller gegen die dunkle Umgebung abhoben und dann konfluierten. So griff der Prozeß von der Sohle auf den Fußrand und weiter auf den Fußrücken über. Beide Male zeigte sich das Übel der lokalen Therapie unzugänglich und schritt langsam, aber stetig fort. Da meine eingeborenen Gehilfen versicherten, daß es in allen Fällen zur Zerstörung der ganzen Glieder und zum Tode führe, so machte ich die Amputation des Fußes nach Pirogoff. Die Heilung ging glatt vor sich und war zunächst : dauerhaft; doch verlor ich die Leute bald aus den Augen.