Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1905)
Entstehung
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Die tropischen Hautkrankheiten.

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Manson, Patrick, Tropical diseases. New York 1899. p. 561.

Derselbe,Skindiseases in Davidsons: Hygiene and diseases of warm climates. 1893. S. 972.

Moisson, Essai sur lulcere de Cochinchine. These. 1864. Montpellier.

Monestieb, Etüde sur lulcere de Mozambique. Arch. de med. nav. 1867. VII.

Petit, P., Note sur lulcere phagedenique des pays chauds. Ebenda 1886.

Poskin, A., LAfrique äquatoriale. Bruxelles 1897. S. 387.

Rasch, Chr., Zur Behandlung des Phagedaenismus tropicus. Allgem. med. Zentralztg. 1896. Nr. 79.

Richaüd, Topographie medicale de !a Cochinchine frangaise; ulcere phagedenique Arch. de med. nav. 1864. S. 381.

Rochard, J., De lulcere de Cochinchine. Arch. gen. de med. 1862. XIX.

Roux, Traite pratique des maladies des pays chauds. 1888. III. S. 434.

Derselbe, Lulcere tropicale et son traitement par leau chaude. Caducee 1901. S. 66. Treille, De lulcäre phagedenique des pays chauds. Arch. de med. nav. 1874. S. 193 u. S. 257.

Thaly, Lulcere phagedenique des pays chauds. These. Montpellier 1864.

Tschudnowski, Contribution ä la geographie medicale de larchipel malais. Thäse. Paris 1899.

Vincent, H., Examen bacteriologique dun cas dulcere des pays chauds (ulcere de la Gouadeloupe). Ann. de derm. et de sypli. 1900. S. 812.

Das venerische Granulom.

Als venerisches Granulom oder Groin ulceration, Ulcerating granuloma of the pudeuda, Sclerotising granuloma of the pudenda, Chronic venereal sores, Granulome ulcereux des Organes geni- taux etc. wird in neuester Zeit eine meist auf die Genitalien oder ihre nächste Umgebung sich beschränkende, durch den Geschlechtsverkehr übertragbare, ulceröse, chronisch verlaufende Affektiou bezeichnet, welche mit Syphilis und weichem Schanker nichts zu tun haben soll.

Das Leiden wurde zuerst von Conyers und Daniels bei Negern und Ost- iudiern in Britisch-Guiana beschrieben, und von letzterem später auch bei den Melanesiern der Fiji-Inseln, der Neuen Hebriden und Salomon-Inseln beobachtet (Scheuhe); Dempwolff beschreibt eine Krankheit der Papua und Melanesier in Neuguinea, welche wahrscheinlich hierher gehört; Maitlani», Mac Leod und andere begegneten dem Granulom in Indien (Madras, Calcutta, Assam), Goldsmith in Palmerston (Nordaustralien); die Mitglieder der eng­lischen Malariaexpedition in Westafrika.

Ich selber behandelte in Kamerun viele Wochen lang einen Wei-soldaten, dessen Penis durch einen granulationsreichen, unaufhaltsam serpiginös fortschreitenden ulcera- tiven Prozeß größtenteils zerstört war, als er das Krankenhaus verließ, um in seine Heimat zurückzukehren und bei den Medizinern seines Volkes Heilung zu suchen. Ich muß aber bemerken, daß bei meinem Falle, welcher sich von den andererseits in der Literatur beschriebenen kaum unterschied, durchaus kein Grund vorlag, etwas anderes darin zu er­blicken, als einen besonders bösartigen phagedänischen Schanker, wie er ja zuweilen auch in nördlicheren Klimaten vorkommt. Bei meinem Kranken war die Zerstörung von einer beim Coitus erlittenen Verletzung des Penis ausgegangen, während er sich auf einer an Strapazen und Entbehrungen überreichen Expedition ohne jede Pflege im Innern befand.

In einem zweiten Falle, welcher ein Weib betraf, ging die Zerstörung vom rechten großen Labium aus und schritt in der Inguinalbeuge derselben Seite fort. Der Zer­störungsprozeß beschränkte sich auf die Cutis.