Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1905)
Entstehung
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Die tropischen Hautkrankheiten.

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Cook, Journ. of trop. Medic. 1901, juin.

Dalgetty, A. B., A case of ainhum. Journ. of trop. Medic. 1900. S. 193.

Digby, C., Ainhum of the West-Coast of Africa. Brith. med. Journ. 1891. June. Eyles, C. H., The histologie of ainhum. Lancet 1886. 25. Sept.

Jeanselme, Cours de dermatologie exotique. Paris 1904.

Maxwell, J. Preston, Goundou and Ainhum in South-China. Journ. of trop. Med. 1900. S. 110.

Morbira, Juliano, Ein neuer pathologisch-anatomischer und klinischer Beitrag zur Kenntnis des Ainhums. Monatsh. f. prakt. Derm. 1900. XXX, Nr. 8.

Munt, John, Notes on a case of Ainhum in South-Afriea. Journ. of trop. Med. 1903. Plehn, F.,Die Kamerunkiiste. Berlin 1896 bei Hirschwald.

Prestner, F., Een geval van Ainhum. Geneeskund. Tijdschr. v. Nederl.-lnd. 1900. XL. AuH. 4. S. 459.

Hichins, Medical Reports of the Chinese Customs. 18971898. Nr. 55. (Zit. bei

Jeanselme.)

Schüppel, Virch. Arch. LVI. 1872. S. 381.

Scheübe, Krankheiten der warmen Länder. .Jena 1903 bei Fischer.

Wiedemann, F.. Zwei Fälle von spontaner Gliedablösung etc. Münch, med. Woehenschr. 1891. Nr. 45 u. 46.

Wucherer, Ainhum, eine der afrikan. Rasse eigentümliche Krankheitsform. Virch. Arch. LVI. 1872. S. 374.

Zambaco-Pascha, Lainlium des auteurs eonstitue-t-il une entite morbide distiucte. ou bien nest-il quune modalite de la leprose? Bull, de lAcad. de m6d. 1896. 3. Ser. T. XXXVI. Nr. 29 p. 96.

Ferner vergl. die mehrfach zitierten Lehrbücher von Manson, Davidson, Roux etc.

Entzündungen der Haut durch physikalische Einflüsse und durch

bakterielle Infektion.

Das Erythema solare.

Das Erythema solare besteht in einer akuten Entzündung der Haut durch die Einwirkung direkter Sonnenbestrahlung oder durch Licht- und Wärme­strahlen, welche von Wasser-, Schnee- und Sandflächen, oder von Felswänden reflektiert werden.

Die Haut rötet sich intensiv und beginnt zu jucken und zu brennen. Später erhebt sich die Epidermis in kleinen Bläschen oder löst sich in zarten Lamellen ab. Zuweilen wird die Dermatitis von Allgemeinerscheinungen, besonders von Fieber, be­gleitet. Nach Ablauf des entzündlichen Prozesses bleibt beim Europäer eine bräun­lichrote, später gelbbraune Pigmentierung zurück, die monatelang fortbesteht. Diese Veränderungen kommen ausschlieblich durch die violetten und ultravioletten, chemisch wirksamen Strahlen zustande.

Den Standpunkt Jeanselmes, welcher in der Pigmentierung nicht nur einen zweck- mäCigen und sicheren Schutz gegen spätere Neuerkrankung erblickt, sondern die dunkle Hautfarbe der stark pigmentierten südlichen Rassen zu der LichtwirkuDg in direkte Be­ziehung setzt, vermag ich nicht zu teilen.

Das Erythema solare der Tropen unterscheidet sich in nichts von der gleich­artigen, jedem Bergsteiger und Wassersportsman wohlbekannten Affektion in nörd­lichen Breiten. Nur ist sein Erscheinen stets ein Zeichen verabsäumter Vorsicht. Nicht, daß das Leiden an sich in den Tropen besonders bedenklich wäre, aber es beweist stets, daß der Sonnenschutz ein unvollkommener