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Die Behandlung der einheimischen Bevölkerung in den kolonialen Besitzungen Deutschlands und Englands : eine Erwiderung auf das englische Blaubuch vom August 1918: Report on the natives of South-West-Africa and their treatment by Germany / Reichskolonialamt
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deten und politischen Klassen unterbrochen, damit die schwierige Aufgabe der Regierung nicht erhöht werde. Das ist eine diplomatische Art, zu sagen, daß die Regierung die gebildeten und politischen Klassen gezwungen hatte, alle Kontroversen einzustellen, um sich selbst irgendwelcheSchwierigkeiten zu ersparen. Die so geknebelten gebildeten Kreise nahmen ihre Zuflucht zu geheimer Propaganda und Verschwörung, wie durch den großen Benares-Ver­schwörung sprozeß bewiesen wird, in dem die Verschwörer sämtlich hochgebil­dete Männer, Universitätsprofessoren, Schullehrer usw. waren, die die Hoff­nungslosigkeit, etwas durch konstitutionelle Methoden zu erreichen, einge­

sehen hatten.

New York Times vom 8. «iu'i 1916.

Unter allen Vizekönigen, die Indien gehabt hat, war Lord Iiardinge wegen seiner ehrenhaften Gesinnung und persönlichen Menschenfreundlichkeit der populärste, soweit bei einem britischen Vizekönig von Popularität ge­sprochen werden kann.

Gewalttaten, Verschwörungen, Aufruhr, Meutereien sind tägliche

Erscheinungen.

Von den Tausenden von Zeitungsberichten, die trotz der Postsperre während des Krieges und meist mit großer Verspätung nach Europa gelangt sind, können wir hier natürlich nur einige Stichproben geben. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß alles, was in Indien während des Krieges gedruckt worden ist, unter der strengsten britischen Zensur gestanden hat, daß wir also nur einen kleinen Bruchteil von dem erfahren haben, was in Indien wirklich vorgegangen ist. Die volle Wahrheit wird eine spätere Zeit an den Tag bringen.

Ein einziges Blatt,The Bengalee, bringt vom 2. bis 12. Februar 1916 folgende Nachrichten, meist überDakoities politische Gewalttaten, viel­fach Räubereien zu dem Zweck, um Geld für die antienglische Propaganda zu bekommen:

Ballarshah: Während Dakoities hier früher unbekannt waren, mehren sie sich jetzt in epidemischer Weise in den niedrigen Kasten der Moham­medaner.

Asansol: Die Polizeistation von Gorindapur war der Schauplatz eines Aufruhrs, an dem sich Mitglieder der besseren Klassen beteiligten. Auf beiden Seiten der Streitenden erfolgten starke Verwundungen. f

,,Mohonpur: Infolge des kürzlich stattgehabten Aufruhrs wurden 13 Per­sonen verhaftet, über deren Mitschuld in einer siebentägigen Sitzung verhandelt wurde. Die Aussagen zahlreicher Zeugen führten zum Freispruch, wogegen der Richter protestierte und 8 der Angeklagten dem Gerichtshof in Calcutta überwies..

..Wadari: Die hier systematisch betriebenen Verbrechen brachten eine Rotte von 12 Dakoits auf die Anklagebank; ihre Umtriebe wurden in Zusam­menhang mit der von Bombay ausgehenden politischen Verschwörung gebracht,