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„Würde. Indien von dieser grausamen Last des Tributs befreit und die gesamten in Indien erhobenen Steuern in Indien ausgegeben werden, die Erträgnisse des Landes würden bald einen solchen Grad von Elastizität erreichen, wie wir ihn uns jetzt nicht träumen lassen.“
Major Wingate: „Our Financial Relation with India“.
Die Versklavung Indiens, erwiesen an der hoffnungslosen Verarmung des Volkes.
„Von der Gesamtsteuersumme werden 40 v. II. jeweils vom Grund und Boden erhoben. Der Steuersatz ist so hoch, daß das Volk in guten Erntejahren nicht genug zurücklegen kann, um schlechte Jahre damit zu überstehen. Mehr als 10 v. H. der Gesamtsteuersumme wird vom Salz erhoben, das jetzt beinahe 6 /s Cents (2 1 U Pf.) Steuer per englisches Pfund trägt.
„Dies ist nicht nur ein sehr hoher Satz im Vergleiche zum Herstellungspreise des Salzes, sondern auch eine für die Armen besonders drückende Art der Steuer. Die Salzsteuer hat auf der Höhe von 1 Cent (4 Pf.) für das englische Pfund gestanden und hat, solange dies andauerte, den Salzverbrauch im Volke erheblich beschränkt.
„Die Armut der indischen Bevölkerung ist äußerst jammervoll. Millionen leben in beständigem Hunger, und man sollte meinen, daß ihr Aussehen allein hinreichen müßte, um Mitleid für sie zu erwecken .“ vv. J. Bryan.
„ . . . . daß das Volk Indiens immer ärmer und ärmer wird; daß die Besteuerung nicht nur tatsächlich, sondern verhältnismäßig viel zu schwer ist; daß jede folgende Mißernte die Verarmung steigert und Hungersnöte häufiger macht; daß der größte Teil des Handels nur ein Merkmal ist der Verarmung und vernichtenden Überbesteuerung des Volkes; daß eine gut organisierte fremde Herrschaft durch sich selbst eine ungeheure Belastung des Landes ist.“
H. M. Hyndman: „Bankruptcy of India“.
„Die Tatsache, daß nach Ablauf von 200 Jahren kommerzieller Beherrschung und mehr als 40 Jahren absoluter politischer Macht wir einer solchen unbeschreiblichen Armut des Volkes gegenüberstehen, Hungersnot auf Hungersnot folgen sehen in einer solchen Furchtbarkeit und Härte, daß die Welt entsetzt stillsteht, scheint ein unwiderleglicher Beweis zu sein dafür, daß England in all diesen Jahren nicht in erster Linie die Wohlfahrt Indiens erstrebt, sondern sie vielmehr seiner eigenen Bereicherung untergeordnet hat. Wir tadeln das alte Römerreich wegen der Ausbeutung Galliens und Ägyptens, Siziliens und Palästinas sowie der anderen eroberten Provinzen durch Entziehung ihrer Reichtümer zur eigenen Bereicherung. Wir verurteilen Spanien für die Ausbeutung der neuen Welt in der gleichen Weise. England aber begeht genau dasselbe in Indien, und zwar in viel größerem Umfange; nur daß es geschickter, verschlagener zu Werke geht, sich des Handels und der Gesetze hierzu bedient und so viele Vorwände für die ,Regierung Indiens zu Indiens