„Eine weitere, viel angewendete Prahlerei ist die Behauptung unserer großen Leistungen für den öffentlichen Unterricht in Indien. Auch hier, wenigstens soweit die alten Provinzen Indiens in Betracht kommen, ist die Prahlerei übel angebracht. Die Gesamtziffer der schulbesuchenden Kinder in ganz Indien einschließlich der Eingeborenenstaaten beträgt ungefähr nur 5 Millionen, und der Betrag, den die Regierung Indiens für Unterrichtszwecke aufwendet, verteilt sich auf IV 2 Pence pro Kopf der Bevölkerung! .... Max Müller gibt auf Grund amtlicher Dokumente und eines Missionsberichtes über den Schulunterricht in Bengalen vor der britischen Besitzergreifung an, daß sich dort 80 000 nationale Schulen befanden, d. i. je eine auf 400 Einwohner. Ludlow sagt in seiner ,Geschichte Britisch-Indiens 4 , daß in jedem Hindudorf, das seine alte Form beibehalten hat, die Kinder im allgemeinen lesen, schreiben und rechnen können, wo aber, wie in Bengalen, mit dem alten Dorfsystem aufgeräumt worden ist, da sind die Dorfschulen ebenfalls verschwunden. Dies, .glaube ich, entzieht der Prahlerei, wir brächten dem indischen Volke Bildung und Unterricht, jegliche Begründung.“
J. Keir Hardie „lndia: Impressions aud Suggestions“, S. 5.-
Die Versklavung Indiens, erwiesen an der unmenschlichen Besteuerung.
„Eine Versammlung der Hyderabad (Sind) Citizens Association, die von etwa 3 000 bis 4 000 Personen besucht war, wobei alle Volksklassen, Religionen und Berufe vertreten wareny wurde abgehalten, um gegen die große und ungerechtfertigte Erhöhung der Einkommensteuer zu protestieren. Es wurden folgende zwei Resolutionen angenommen:
1. Die Bewohner von Hyderabad protestieren ernstlich und mit Nachdruck gegen die willkürliche und rücksichtslose Weise, in der die Einkommensteuer eingeschätzt wurde. Sie ist um wenigstens 200 v. H. erhöht worden, ohne Rücksicht auf die schwere Zeit, in der wir jetzt leben. Die Lebensbedürfnisse sind um 100 v. II. gestiegen, und das Einkommen um ebensoviel herunter gegangen. Diese Versammlung bittet daher den Gouverneur von Bombay,, die gegenwärtige Steuerliste zu annullieren und eine neue Einschätzungskommission einzusetzen.
2. Kopien dieser Resolution sollen dem Vizekönig, dem Gouverneur von Bombay, dem Commissionär von Sind und den wichtigsten Zeitungen durch Telegramme übermittelt werden.“
Times of India, 20. Januar 1917.
„Ein Gefühl des Mißmutes und der Unzufriedenheit ist in allen Klassen anzutreffen wegen der fortgesetzten Erhöhung der Steuern, die nun schon Jahre hindurch betrieben wird.“
Lord Mayo, früherer Vizekönig von Indien:
V.. „Bericht des Vizeküuigs über Heeresausgaben, 3. Oktober 1870‘*.
„Das indische Volk zahlt Steuern, aber es hat keinerlei Stimme in bezug auf ihre Höhe oder ihn» Verwendung. Es zahlt der Regierung nahezu 225 Mil-