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Die Behandlung der einheimischen Bevölkerung in den kolonialen Besitzungen Deutschlands und Englands : eine Erwiderung auf das englische Blaubuch vom August 1918: Report on the natives of South-West-Africa and their treatment by Germany / Reichskolonialamt
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Rum und Gin. Mit seinen Freunden -gab er sich mehrere Wochen dem Trinken und dem Tanz hin, und nicht eher, als bis der letzte Tropfen Schnaps verzehrt war, kehrten sie an ihre Arbeit zurück.

Das Alkoholgesetz ist zum Spotten. Dasselbe enthält beispielsweise eine Vorschrift über die höchste Menge Rum, die auf einmal an einen Eingeborenen verkauft werden darf. Aber was hindert den Neger, mehrmals am Tage immer andere Personen zum Schnapshändler zu senden, die für ihn Schnaps holen?

,,Die Eingeborenen sind übrigens selbst Schnapshändler geworden.

Der Artikel schließt so:

Der Alkohol mit seiner ganzen Gefolgschaft von Übeln bedroht das Schutzgebiet von Sierra Leone, und gar bald wird die Einwohnerschaft ebenso heruntergekommen sein wie die verkommensten Stämme an der Küste. Sie wird faul und schmutzig werden, und bisher unbekannte Epidemien werden ihren Einzug hier halten.

3. Südafrika.

Englands Unrecht am Burenvolke.

Nach .T. Smuts.

Als England im Jahre 1899 seinen Eroberungskrieg -gegen die beiden Burenrepubliken unternahm, veröffentlichte die Regierung der Transvaal­republik eine kleine Schrift: ,,Ein Jahrhundert voller Unrecht Diese Schrift gibt eine'Übersicht der Geschichte der Buren seit der englischen Herrschaft in Südafrika und ist eine der schwersten Anklagen gegen England aus der neueren Zeit. Der Verfasser dieser Schrift ist der damalige Staatsprokureur der Süd­afrikanischen Republik und jetzige englische Minister J. C. Smuts.

Die Schrift beginnt mit der Festsetzung der Engländer am Kap im Jahre 1806. Gegen den Wunsch und Willen der Bevölkerung hat damals der von Napoleon T. abgesetzte und nach England geflohene Prinz von Oranien das Kapland für 6 000 000 Pfund Sterling an England verkauft. Der Wiener Kongreß 1814 bestätigte diesen Landerwerb. Die bald darauf beginnende planmäßige Unterdrückung der seit 1652 im Kaplande ansässigen Buren­bevölkerung schildert Smuts in dem genannten Buche wie folgt:Die Britische Regierung verletzte die Afrikaner auf das empfindlichste, indem sie in zahl­losen Fällen die Sache der Eingeborenen über die der Buren stellte. So mußten z. B. die Buren das schmerzliche Schauspiel der Verwüstung ihrer Wohnplätze und ihres Eigentums durch die Eingeborenen mitansehen, ohne sich verteidigen zu können, da die Britische Regierung sie sogar der Munition beraubt hatte. Der freie Bur wurde durch eine Polizei bewacht, die aus Hottentotten, der ver­ächtlichsten Eingeborenenrasse Südafrikas, angeworben war. Kein Wunder, daß im Jahre T815 ein Teil der Buren zum Aufstand getrieben wurde, der dann durch das schreckliche Ereignis vom 9. März 1816 niedergeworfen ward. Da­mals, wurden zu. Slachtersnek 6. Buren von der. englischen Regierung auf unmenschliche Weise in erzwungener Gegenwart ihrer Frauen und Kinder erst