indicus), Vignabohne (Vigna sinensis), Helmbohne (Dolichos Lablab), Mungobohne (Phaseolus radiatus), Mohrenhirse (Andropogon Sorghum), Kolbenhirse (Pennisetum spicatum), Korakan (Eleusine coracana), Negergurke (Cucumis melo), Wassermelone (Citrullus vulgaris) usw. Von Haustieren haben die Leute wohl sicher schon den Hund, wahrscheinlich auch die Ziege gehabt. Vielfach wird sogar auch die Einführung des Buckelrindes und des Schafes auf diese ältesten asiatischen Wanderströme zurückgeführt. Da das Schaf in sehr großen Gebieten Afrikas ganz fehlt und auch das Rind keineswegs eine allgemeine Verbreitung hat, so ist es vielleicht wahrscheinlicher, daß beide Tiere erst durch die späteren, sehr lange Zeiten hindurch andauernden, hamitischen Menschenschübe den Bantuvölkern übermittelt worden sind.
Hamitische Einwanderungen und Kulturbeeinflussungen.
Wir können uns denken, daß nach dem Ende der Pluvialzeit, als die Gebiete Nordafrikas und Asiens mehr und mehr wüsten- oder trockensteppenartigen Charakter annahmen, die in jenen Gegenden ansässig gewesenen Bevölkerungselemente mehr und mehr südwärts und süd- westwärts drängten, um in bessere Siedelungsgebiete zu gelangen. Am Rande der Wüstengebiete bildeten sich die nomadisierenden und viehzüchtenden hamitischen Völkerstämme aus, die allmählich im Laufe von jahrtausenden, in südwestlicher Richtung sich ausbreitend, keilartig in die afrikanische Urban tu-Bevölkerung bis tief nach Südafrika hineingetrieben wurden. Es fanden dabei teils nur oberflächliche, teils tiefergreifende kulturelle Beeinflussungen der alten Bevölkerung statt, auch vielfach Mischung, Überschichtung und Verdrängung durch die hamitischen Völker selbst. So entstanden die von Bau mann sogenannten »jüngeren«, Vieh züchtenden Bantu, die wir besser nach Weule als meta- morphische Bantu bezeichnen wollen . 1 Sie unterscheiden sich physisch wie kulturell von den »älteren« Bantuvölkern. Bei diesen meta- morphischen Bantu wird vielfach größerer Wert auf die Viehzucht als auf den Hackbau gelegt. Ihre Haupttiere sind Zeburind und Fettschwanzschaf, daneben auch die Ziege. Über ihre Kulturpflanzen läßt sich wenig sagen; in den klimatisch begünstigsten Gebieten, wie die Gebirge, gelangte die Bananenkultur bei ihnen zu großer Blüte.
Diesen metamorphischen Bantu folgten, wie schon angedeutet, hamitische Bevölkerungselemente selbst. So zieht sich eine große Zone
1 Nach Weule (wissenschaftliche Ergebnisse) sind die »jüngeren« Bantu metamorphosierte Bildungen der Urb an tu, die hauptsächlich von den nachdrängenden hamitischen Völkern, an die sie heute angrenzen, physisch und kulturell beeinflußt worden sind.
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