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Chongoliani,Mvuni,Nianjani und Buiti. Noch um das Jahr 1640 wohnten die Wassegeju in der Gegend von Mal in di, von wo sie später (zu unbekannter Zeit) südwärts gewandert sind und die genannten Bezirke des nördlichen Teiles unserer Küste besiedelten. Bau mann ist geneigt, anzunehmen, daß die aus ihrer nördlichen Heimat »Kirao« (westlich von Malindi?) kommenden Wassegeju sich in zwei Gruppen teilten, von denen die Makamadi unmittelbar ihre jetzigen Bezirke aufsuchten, während die Vorfahren der heutigen Waboma sich zunächst bei Malindi ansiedelten. Vielleicht durch das Nachdrängen der Galla wurden etwa zu Anfang des 18. Jahrhunderts, die Wassegeju veranlaßt, auch von Malindi auszuwandern, um sich zunächst am Usambaragebirge (Buiti) und später ebenfalls an der Küste ansässig zu machen (Waboma). Die Sprache der Wassegeju ist, wenigstens an der Küste, schon stark mit Kiswahili durchsetzt. 1
Diese beiden für unser Gebiet in Betracht kommenden »jüngeren« Bantuvölker bieten im übrigen infolge des langen Aufenthaltes an oder in der Nähe der Küste und der damit verbundenen kulturellen und auch physischen Beeinflussung durch die Swahili und andere Völker nicht viel Besonderes und können mit unter die Watu wa mrima (Küstenleute) gezählt werden. Was noch an bemerkenswerten Besonderheiten bei ihnen erhalten geblieben ist, soll im Folgenden bei der speziellen ethnographischen Darstellung des Küstengebietes besonders vermerkt werden.
Watu wa mrima.
Außer den Wadigo und Wassegeju sitzen, wie angedeutet, im Küstenbezirk nur Völkerstämme der »älteren« oder Ur- (Grund-) Bantugruppe. Und zwar sind es von Norden nach Süden die folgenden: Die Wabon- d e i, nördlich vom Pangani, die Wa s e g ü a, zwischen Pangani und Wami, die Wadoe (und Wakwere), zwischen Wami und Kingani, die Wasa- ramo und Wandengerecko, zwischen Kingani und Rufiji, die Waru- fiji, am unteren Rufiji und im Delta, die Wangindo (Wangarwe und Warn kam bi 2 ), südlich vom Rufiji bis zum Mandandu, die Wamuera, zwischen dem Mandandu und Lukuledi, die Warnakonde,Wandonde und Wamaraba, zwischen Lukuledi und Rowuma und die Wamavia, südlich vom Rowuma; ferner die Wambwera auf der Insel Mafia, die Wahadimu und Watumbatu auf Sansibar bezw. Tumbatu, und die Wapemba auf Pemba. Die Wamuera, Wamakonde, Wandonde, Wa-
1 Baumann: Usambara und seine Nachbargebiete.
2 Vgl. v. Eberstein: Über die Rechtsanschauungen der Küstenbewohner des Bezirkes Kilwa.
Mitt. a. d. D. Schutzgebieten. 9. Band, 1896. S. 170.
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