(Taf. 15 links) über die Grasflur; ein charakteristisches Gepräge verleihen der Landschaft jedoch die hohen Delebpalmen, Borassus Aethiopum. Dieser von den Eingeborenen Mvumo genannte schöne Baum trägt auf 10 —50 m hohem, je nach der Gesamthöhe im oberen oder mittleren Teile spindelförmig geschwollenem Säulenstamme eine runde Krone riesiger, derber Fächerblätter (Taf. 17 rechts).
An feuchten Stellen wächst in dieser Formation überall das myosotis- artige Pentodon pentanter; sonst bilden den Blütenschmuck vornehmlich eine weiße Orchidee und die lebhaft rotgelb blühende Asclepiada- ceenstaude Stathmostelma pauciflorum.
Die weder an Zahl der Pflanzenarten überhaupt, noch an der ihr eigentümlichen Formen reiche Formation ist dennoch durch die auffallende Tracht ihrer Hauptvertreter, Borassus Aethiopum und Pennisetum Benthamii, äußerst auffallend und außerdem durch die scharfe Begrenzung des von ihr besiedelten Alluvialbodens besonders gut abzugrenzen. Die Borassuspalme scheint im ganzen tropischen Afrika für die Überschwemmungsgebiete der Ströme und Flüsse und ähnliche Lokalitäten charakteristisch zu sein, ln Asien wird sie durch die ihr nahestehende Palmyrapalme vertreten.
Von den Gräsern dieser Formation haben mehrere eine sehr weite Verbreitung (Panicum maximum, Andropogon sorghum, var. halepense und Phragmites communis); Pennisetum Benthamii ist dagegen auf das tropische Afrika beschränkt. Auch Scirpus articulatus kommt über die ganzen altweltlichen Tropen vor.
Auffallend ist das Vorkommen von typischen Steppensträuchern in dieser hydrophilen oder halbhydrophilen Formation und spricht für ein großes individuelles Anpassungsvermögen der betreffenden Arten.
Verbreitung der hydrophilen Formationen im ostafrikanischen Küstengebiete.
Die Ufergehölze sind, wie ihr Name besagt, an die Fluß- und Bachläufe gebunden und treten hier fast überall in typischer Form auf. Auf den periodisch weithin überschwemmten Uferstrecken der größeren Flüsse, Wami, Kingani, Rufiji, Rowuma u. a. wird der Uferwald durch die Hochgrasflur verdrängt. Sie tritt auch an anderen zeitweise überschwemmten Orten auf, ebenso wie die Alluvialwälder und -Gebüsche auch gelegentlich abseits rinnender Gewässer in versumpften Niederungen oder toten, abgestauten Talarmen mit hohem Grundwasserstande sich ausbreiten.
Eigentliche Sumpfbecken sind außerordentlich zahlreich im Küsten-
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