Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1915)
Entstehung
Seite
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auf Ostafrika beschränktes Verbreitungsgebiet. Cissus sciaphila, C. rotun- difolia, Tragia adenanthera, Dichatepalum deflexum, Hugonia Holtzii, Secamone sansibarensis, Cryptolepis obtusa und Cr. apiculata gehören hierher. Tropenkosmopoliten sind Clitoria ternatea, Abrus precatorius und Paullinia pinnata. Unter den den Niederwuchs in der Buschwald- Formation bildenden und vornehmlich an lichteren Stellen auftretenden Pflanzen sind dagegen wieder eine ganze Anzahl nur von Ostafrika be­kannt, so Crinum Kirkii, Celosia Schweinfurthiana, Aneilema Petersii, Jatropha Stuhlmanni, Plectranthus flaccidus, Tinnea aethiopica, Blepharis pratensis u. a.

Die Süßwasser-Sumpfformation (sumpfige Wiesen usw.).

Allgemeiner Charakter der Sumpf-Formationen des ost­afrikanischen Küstenlandes. Die seichten Ufer der Tümpel und Sümpfe sowie die sich anschließenden feuchten Wiesenflächen werden namentlich von einer Reihe von Halbgräsern einge­nommen: Scleria racemosa, Scleria oryzoides, Scirpus articulatus,Fimbristylusmiliacea,Fuirenacalolepis,Fui- rena umbellata, Kyllingia polyphylla, Cyperus dubius, Cyperus aequalis, Cyperus obtusiflorus, Cyperus rotun- dus und Cyperus articulatus; auch die Gräser Paspalus scro- biculatus, Panicum crus galli, P. curvatum und Triodia Vul- piastrum treten hierauf. Cyperus grandis, ein robustes, reichlich anderthalb Meter hohes Halbgras mit über meterlangen Hochblättern, bildet auch in tieferem Wasser einzelne dichte Trupps, während der bis 3V2 m hohe bekannte Cyperus Papyrus L., die Papyrusstaude der Alten, in der Regel einzelne Sumpfbecken ganz ausfüllt und einen dichten, oft weithin ausgedehnten Wald bildet, der keine andere Vegetation neben sich aufkommen läßt. Vereinzelt tritt diese Pflanze auch an den Ufern der fließenden Gewässer auf, wo Cyperus grandis eine regelmäßige Erscheinung ist. Ebenso charakteristisch für letztere Orte ist das riesige Pennisetum Benthamii, ein bis 4 m hohes Gras mit reifgrünen flachen Blättern und dichter Fuchsschwanzähre, und das über 2 m hohe Andropogon Sorghum, var. halepensis, die Stammform der wichtigen Negerhirse. Auch die schon genannte Cyperacee Scleria racemosa, auffallend durch die glänzenden, fast erbsengroßen, runden Früchte, bildet an Bachufern geschlossene, bis 2 m hohe Komplexe. Hier, wie am Rande der Sümpfe, findet sich nicht selten auch ein baumförmiger Bambus. Desgleichen ist Typha latifolia, der bekannte Rohrkolben, eine häufige Erscheinung in Bächen und Sümpfen. Von größeren mono-

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