senegalensis,Vitexcuneata,TetraceraBoiviniana,Adan- sonia digitata, Pentas zanzibarica und lanceolata, Lisso- chilus calopterus,Lissochilusarenarius,Cassythafilifor- mis,SmillaxKraussiana u. a. Mehrere derselben überschreiten den Tropengürtel nach Horden oder Süden oder sind auch in der ostafrika- nischen Inselwelt (Madagaskar, Maskarenen, Komoren, Sokrotra usw.) vertreten. Im wesentlichen auf Ost-Afrika beschränkt scheinen Triai- nolepisHildebrandtii, Oehna mossambicensisjDeinbollia borbonica, Vernonia obconica, Vernonia Hildebrandtii und andere.
Alle diese Sträucher und Stauden besitzen in ihren Früchten und Samen Einrichtungen, welche, mit Ausnahme der leichtbeweglichen Pappus- früchte der genannten Kompositen (Vernonia), nur eine direkte Verbreitung auf relativ kurze Entfernungen gestatten. Die unregelmäßig gewundenen leichten Hülsen von Dichrostachys nutans können vom Winde auf kurze Strecken fortgerollt werden.
Im Gegensatz hierzu besitzen die typischen Gräser und Farnpflanzen der Buschsteppe in ihren Früchten und Sporen viel leichter bewegliche Verbreitungsmittel. Dementsprechend ist das Verbreitungsgebiet derselben auch ein größeres; sie erstrecken sich über fast alle Tropenländer.
Besondere Beziehungen zum indo-malayischen Florengebiet, wie sie in der Zusammensetzung der Strandvegetation so klar hervortrat, fehlen der Buschsteppe mehr als einer anderen Formation des Küstenlandes. Sie bildet den vom Hinterlande übernommenen Kern der Vegetation, der beim Auftauchen der Küstenterrassen die Strandformationen an die jeweilige neue Küstenlinie zurückdrängte und in geschlossener Masse das Neuland okkupierte.
Der Buschwald des ostafrikanischen Küstengebietes.
Allgemeiner Charakter und floristische Zusammensetzung. Auf den lehmhaltigen Böden der Mikindanischichten tritt im deutsch-ostafrikanischen Küstengebiete zumeist eine üppigere Buschvegetation auf, die in ihrer örtlichen Zusammensetzung wie in ihrem Gesamthabitus von Strecke zu Strecke oft einem großen Wechsel unterworfen ist. Dieser mag teilweise durch die variierende Bodenbeschaffenheit und Exposition bedingt sein, teils aber dürfte er wohl auf die große Menge und Mannigfaltigkeit der Pflanzenarten zurückzuführen sein, welche an der Bildung dieser Buschgehölze beteiligt sind. Bald ist es ein schwer durchdringliches, hohes Buschdickicht mit vielen Schling- und Rankengewächsen und fehlender Grasvegetation, bald ein unterholzreicher Wald
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