delten Bezirke befinden sich wohl auf den Inseln Pemba und Sansibar; auf letzterer ist das ganze Hügelland des Westens von den Nelken- und Fruchtbaumplantagen der Araber eingenommen. Hur an sumpfigen Stellen, in den Schluchten und an steilen, für den Anbau von Kulturpflanzen ungeeigneten Böschungen der Hügehänge sind uns größere Reste der ursprünglichen Vegetation erhalten geblieben. Umfangreich sind auch die in Kultur genommenen Flächen in der Umgebung der größeren Festlandsküstenorte. Sie alle sind auf der beigefügten Vegetationskarte jedoch in der Signatur der (aus dem Zusammenhänge mit der Umgebung, aus der BodenbeschafFenheit und den verbliebenen Resten erschlossenen) ursprünglichen wildlebenden Pflanzenformation wiedergegeben, und die Kulturformationen sind nicht berücksichtigt.
Was die Verbreitung der im Folgenden näher beschriebenen Vegetationsformationen außerhalb unseres Gebietes anbetrifft, so muß auf die weiter unten gebrachten Einzelangaben verwiesen werden. Hier sei nur erwähnt, daß die Küstenvegetation von Mombassa nahe Verwandtschaft mit der deutsch-ostafrikanischen zeigt, und daß überhaupt von Lamu im Norden bis Beira im Süden das Gesamtbild der Vegetationsgruppierung und ihrer physiognomischen Eigenart im wesentlichen dasselbe bleibt. Die meisten der charakteristischen Bestandteile der xerophilen und halbxerophilen Formationen sind auch an gleichen oder ähnlichen Vegetationsformen des weiteren Binnenlandes beteiligt; dasselbe gilt auch für die hydrophilen Pflanzenvereine, doch tritt in den Uferwäldern des Inneren die in der Küstennähe in diesen so sehr vorherrschende Barringtonia racemosa erheblich zurück.
FLORENPROVINZEN.
Die Flora unseres Küstengebietes bildet einen Teil der ost- und südafrikanischen Wald- und Steppenprovinz. Nach Maßgabe der herrschenden Formationen und des Endemismus teilt A. Engler, der beste Kenner der afrikanischen Pflanzenwelt, den Erdteil in folgende größere Florengebiete: 1
A. Das Mediterrangebiet mit der südwestlichen Mediterranprovinz (Marokko) und der südlichen (Algier bis Nord-Ägypten) einschließlich der nördlichen Sahara.
B. Das nordafrikanisch-indische Wüstengebiet.
C. Das afrikanische Wald- und Steppengebiet.
D. Das Gebiet des westlichen Kaplandes.
1 A. Engler: Die Pflanzenwelt Afrikas, insbesondere seine tropischen Gebiete. Grundzüge der Pflanzenverbreitung in Afrika und die Charakterpflanzen Afrikas. 1 . Band, 2 . Hälfte, Leipzig 1910, S. 1000ff.
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