Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1915)
Entstehung
Seite
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Zeit 12 Folgemonate Kalenderjahr Regenjahr

Maximalj. Daressalam 1893-1908; VI1905-V 1906 = 1641; 1901 = 1442^111903-Vl 1906 = 1906. Minimalj. IX 1897-Vlll 1898=363; 1898= 493;V111897-Vl 1898= 455.

Maximalj.Sansibar. . 1874-1906^ 1904-lV 1905=2468; 1906=2360;Vll 1900-Vl 1901 = 2267. Minimalj.; XI1897-X 1898= 597; 1898= 700 ;V 11 1897-Vl 1898= 829.

Die enorme Schwankung in der Regenmenge der einzelnen Jahre ist von einschneidender Wirkung auf die Pflanzenwelt und damit auf die Bodenkultur der Eingeborenen wie auf die kolonialwirtschaftliche Produktion. Es ist ein Faktor, den wir noch nicht genügend kennen, um seinen Schädigungen wirksam gegenübertreten zu können.

Oberdie unperiodischen Schwankungen der Niederschläge und die Hungersnöte in Deutsch-Ostafrika verbreitet sich im Archiv der Deutschen Seewarte, XXXlll. Jahrgang, Nr. 1 (1910) G. Kremer, wobei besonders die Verhältnisse der Küste und des vorgelagerten Sansibar Berück­sichtigung finden. Was die Möglichkeit einer Regenprognose betrifft, so zeigte sich u. a., daß niedriger Luftdruck in den Monaten September bis November starkem Regen in der kleinen Regenzeit und umgekehrt hoher Luftdruck einer schwachen kleinen Regenzeit voraufzugehen pflegt. Das Ausmaß der großen Regenzeit (in Daressalam März bis Mai) wird durch die Luftdruckverhältnisse des voraufgehenden Januar und Feburar in gleicher Weise wie das der kleinen Regenzeit angekündigt. Diese Regen­zeit tritt unmittelbar nach dem Nordostmonsun ein; ist dieser besonders kräftig, so ist eine schwache Regenzeit zu erwarten, während umgekehrt ein schwacher N.-O.-Monsun (mit 64 % Wahrscheinlichkeit) eine starke Regenzeit ankündigt.

Wind und Regen.

Bei der Abhängigkeit der Regen von den Windverhältnissen ist es klar, daß auch letztere nicht unerhebliche Unterschiede zwischen einem trok- kenen und einem feuchten Jahre, zumal in den die Regenzeiten vorbe­bereitenden Monaten, erkennen lassen, ln der Zeit vom September bis November herrscht in Daressalam z. B. bei einem feuchten Jahre mor­gens Südostwind stark vor, führt reichlich Meeresluft nach dem Kon­tinent und macht sich auch nachmittags neben Nordost- und Ost­wind noch bemerkbar, wogegen in einem trockenen Jahr tagsüber fast ausschließlich Nordost- und wenig Ostwind herrscht und bei deren Nachlassen frühmorgens fast nur Windstillen und Landwinde aufkommen. Von März bis April sind im feuchten Jahre früh Windstillen zu verzeichnen, wo im trockenen Jahre ein trockner Luftstrom als Landwind und Südwest weht; er wird am Tage durch einen Nordost abgelöst, wohingegen die im feuchten Jahr mit dem Nordost zugleich auftretenden Ost- und Süd­ostwinde ganz zurücktreten. Der schnelle Wechsel zwischen Nordost,

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