Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1895)
Entstehung
Seite
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Die großen Tänze, zu denen beispielsweise auf der Gazelle-Halbinsel zuweilen bis 3000 Eingeborne sich zu­sammenfinden, werden nur in Zwischenräumen mehrerer Jahre veranstaltet. Für diese Tänze werden dann zu­weilen verhältnismäßig große Bauwerke, 30 Fuß hohe Türme und dergleichen mehr aufgerichtet. Phantastische helmartige Kopfbedeckungen, schwarz, weiß und rot ge­färbt, mit Federn und Muscheln verziert, bilden ein hervorragendes Requisit der Männer bei diesen Tanz­festen.

Eine wesentliche Bedeutung kommt dem Bismarck- Archipel für die deutschen Kolonisationsbestrebungen in der Südsee deshalb zu, weil seine Bewohner zur Arbeit brauchbar sind und dauernd auf den Plantagen verwandt werden.

3. Dir Salomorrs-Insrlir

In einem langen Streifen ziehen sich in: Osten und Südosten des Bismarck-Archipels die deutschen Salo- mons-Inseln von Nordwest nach Südost. Die Reihen­folge der großen Inseln von Norden nach Süden ist Buka, Bougainville, Choiseul und Mabel; zwischen den größeren Inseln aber ist eine Fülle kleinerer Gruppen eingestreut, so insbesondere zwischen Bougainville und Choiseul die Shortland-Jnseln, Fauro und Owau; zwi­schen Choiseul und Mabel eine ganze Reihe von Inseln; im Süden von Mabel die St. Georges-Insel.

Die Salomons-Inseln, die schon 1567 von dem Spanier Mendana entdeckt wurden, und dann, da die Spanier ihre eigene Entdeckung nicht mehr wiederfinden konnten, 300 Jahre lang verschollen geblieben sind, bilden den am wenigsten bekannten Teil der Südsee. Sie sind zum erstenmal von deutscher Seite bereist worden Anfang 1889, durch die Expedition des da­maligen Landeshauptmanns, Geheimrat Kraetke, später durch Landeshauptmann Schmiele im Jahre 1893.