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auch nicht ein Atom von Mühe. Die Erziehungsmethode der Engländer dient dazu, die Missionskinder zum geistigen Hochmut, zur Heuchelei und zum Müssig- gang zu erziehen, gewiß keine schönen Früchte eines Christianisierungswerkes. Und doch sind die erwähnten Fehler noch harmlos, solange die Missionszöglinge in der Zucht ihrer europäischen Lehrer sind. Werden sie aber hieraus entlassen, dann sind sie nur der Ursprung größerer Laster, und Beispiele, daß Zöglinge der Mission zu den gemeinsten Schurken wurden, stellen sich als die Folgen der falschen Erziehung dar. Dies nebenbei zur Charakterisierung eines Teils der englischen Missionen. Den deutschen und sich wirklich deutsch fühlenden Missionaren aber, mögen sie evangelisch oder katholisch sein, wünschen wir, da sie in dem rechten Geleise sich befinden, weitere Fortschritte zur Förderung des Christentums und der Kultur!
fünftes Kapitel
Das deutsche Schutzgebiet in der Südsee
Wenn wir die Darstellung des deutschen Kolonialbesitzes mit den Schutzgebieten der Südsee schließen, so leiten uns dabei nur geographische und nicht historische Gesichtspunkte. Thatsächlich reichen die diplomatischen Verhandlungen um die Südsee als das erste Kolonisationsgebiet Deutschlands bis zum Jahr 1880 zurück.
Als die größte in der Südsee ansässige Firma, das Hamburger Haus Godeffroy, im Jahre 1879 in Zahlungsschwierigkeiten geraten war und sich an das Reich um Aufrechterhaltung der deutschen Interessen wandte, bildete sich die „Deutsche Seehandelsgesellschaft" mit der Absicht, die Besitzungen des Hauses Godeffroy zu über-