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A’amer (Amir, Amer), Name arabischer Stämme in Nubien, Algerien etc.
Aamhup, periodischer Fluss in Gross-Nam aqualand.
Aantup, Berg im Hereröland (Gebiet der Bergdamara).
Aar-Bosje (Selago leptostachya), in Südafrika wachsend und dort als gute Futterpflanze geschätzt, hat seinen Namen von der Neigung erhalten, auf verborgenen Wasserläufen (Water- Aare) zu Avachsen.
Aardvark (Orycteropus capensis), nennt der Boere Südafrikas den ka- pischen Ameisenbär; derselbe gräbt mit Vorliebe die Termitenhügel aus und schlägt in ihnen seine Wohnung auf.
Aasbloem (Stapelia, Aasblume), im Grossnamaqua- und Damaralande, Avie in Südafrika überhaupt heimisch, eine haarige Blume auf niedrigem Stengel, mit kaktusähnlichen Ästen. Sie wächst niedrig, kommt in zahlreichen Arten vor und entAviekelt einen starken Aasgeruch, vcelcher die Schmeissfliegen verlockt, ihre Eier in die grossen langbehaarten Blüten zu legen.
Aba, 1) Insel im Weissen Nil, unter 13° 20' nördl. Br. Auf ihr hauste der jetzt als Mahdi (Maclidi) weltbekannt gewordene Eremit Mohammed Achmed (s. d.) bis zu seinem im Juli 1881 erfolgenden Hervortritt als Prophet des Islamismus und Aufwiegler d. ägyptischen Sudan. —2) Ein grober Stoff, welchen die Beduinenweiber aus Kameel- oder Ziegenhaaren verfertigen.
Ababdeh (Scheikh Ababdeh), Dorf in Mittelägypten, am rechten Nilufer, ca. 12 km von Beni-Hassän (27° 43' nördl. Br.). In der Nähe A r on A. A\ r ar das Antinoe des Altertums gelegen.
Ababdeh, Nomadenvolk des östlichen Ägyptens (Nachkommen der Habadäer), ZAvischen dem Nil und dem Koten Meere. Ihre Wohnsitze erstrecken sich von dem Hochplateau im Westen von Kosseir bis hinunter nach Assuan, einzelne Stämme bis über den ZAveiten Nilkatarakt. Sie sind Stammverwandte der nubischen Bischarieh oder Bed jali. Ihre Sprache ist die arabische, ihre Religion der Islam. Ihre vornehmsten Scheikhs sind: der in Luksor, der in Bahiröh und der in Daräwi residierende. Die A.- Stämrne Avurden durch Bonapartes Expedition nach Ägypten (1798) bekannt; Du Bois-Ayme (1799), Cail- liaud (1815), Wilkinson (1823), Hartmann (1859) und Klunzinger (1863) besuchten sie. Sie sind als Wüstenführer regelmässig organisiert und gelten als treu und ehrlich. Russegger schätzt ihre Zahl auf 40 000; ihr eigener Scheikh berechnet sie auf mehr als das doppelte.
Ababis, Dorf in Gross-Namaqualand.
A-Babüa, ein Stamm der A-Ba- rambo.
Abadab (Djebel-), Gebirgszug in Nubien, zwischen Berber am Nil und Sauakin am Roten Meere, etwa 1800 m.
Abadima, Landschaft der ägypti- l