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Der Baumwollbau in den deutschen Schutzgebieten : seine Entwicklung seit dem Jahre 1910 / hrsg. vom Reichskolonialamt
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ab. Das Bambutogebirge, das Mutigebirge und die sich nordwärts bis zum Banssolande hinziehenden, die Nunebene begrenzenden Höhenzüge, bilden anscheinend die Klimagrenze. Die Ende November einsetzende Trockenzeit dauerte im Berichtsjahre ohne jeden Niederschlag bis zum 18. März. Besonders auffallend war die Trockenzeit in den Monaten Juni und Juli: erst Anfang August setzte die Regenzeit stärker ein. Während der Trockenheit im Juni und Juli war jedoch auffallend starke Taubildung zu beobachten, so daß die Vegetation nicht unter Wassermangel zu leiden hatte. Auch auf der Höhe der Regenzeit waren die Vormittage fast stets niederschlagsfrei. Nach den im Verlaufe eines Jahres gemachten Beob­achtungen muß das Klima als ein sonniges bezeichnet werden. Diese Tatsache sowie die 3% monatliche ausgesprochene Trockenzeit er­wecken gute Hoffnungen für das Gedeihen der Baumwolle.

Um die drei Gebirge Bamums Mbam, Nkogam und Bapit auf dem linken Nunufer finden sich tiefgründige Böden, größtenteils basaltischer Herkunft. In der sog. Mbam-Ebene herrschen Böden altkristallinen Ursprungs vor. Es sind reichliche Mengen fruchtbaren Ackerlandes frei.

Neben Baumwolle und Viehzucht scheinen die Vorbedingungen auch für andere Produktionsmöglichkeiten gegeben. Es dürfte sich vielleicht empfehlen, auch diese schon jetzt durch Anbauversuche näher zu prüfen, damit im Falle des Mißlingens der Baumwollkultur nicht allzuviel Zeit verloren wird.

Die Reisetätigkeit konnte natürlich nur den Charakter vorläufiger Erkundungen tragen. Eine sichere Beantwortung der Frage, welche wirtschaftlichen Möglichkeiten das Land bietet, kann nur durch eingehende praktische Versuche seitens einer Versuchsstation gegeben werden.

Als geeigneter Platz für eine solche wählte Dr. Krüger Kuti, 3*4 Stunden südwestlich von Fumban.

2. Landwirtschaftliche Versuchsstation Kuti. 1 )

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a) Allgemeines.

Die Station wurde am 1. Februar 1912 gegründet. Sie liegt 1142 m ü. d. M., am Wege Jabassi-FumbanBanjo, in der Mitte der Landschaft Bamum. Alle Teile des Landes sind von hier aus leicht zu erreichen.

Die Felder der Station liegen in einer Ebene, östlich des Nkogam- Gebirges, die ca. 6 km breit ist. Das Nkogam-Gebirge, dessen Grund­gestein von Graniten und Gneisen gebildet wird, zeigt deutlich Spuren

') Abbildung siehe Taf. VIII.

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