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wurden die Portugiesen aus der Stadt Maskat vertrieben, 1698 erobert der Sultan von Maskat, der Jarebit Sif ben Sultan, zum ersten Mal Mombassa.*) Unruhen in Maskat brachten die Portugiesen noch einmal etwas in Vorteil, aber 1733 etwa soll auch nach Zanzibar eine Besatzung von Maskat aus gelegt sein. Mit Achmed bin Said kam 1744 die noch jetzt in Maskat und Zanzibar regierende Dynastie der Abu Said zur Regierung.
Um die Wende des 19. Jahrhunderts stand die Ostküste unter der Statthalterschaft eines Eunuchen namens Ya k u t i, der in Lamu, Zanzibar, Kilwa und anderen Orten die eigenartigen Forts mit den tonnenförmigen Türmen bauen ließ, die viele fälschlich für Portugiesenforts halten. 1806 wird Seyid Said Herrscher von Maskat. Er unternahm verschiedene Züge, besonders zur Unterwerfung von Mombas, wo die Msara(Masuruwi)-Herrscher sich immer wieder empörten. Als 1811 Capt. Smee und Hardy die Stadt Zanzibar besuchten, bestand dort ein leidlicher Verkehr. Die Araber werden sich in erster Linie mit Sklavenhandel beschäftigt haben, aber viele waren seßhaft und wohlhabend geworden und ließen durch ihre vielen Sklaven das Land bestellen. Recht rege Beziehungen waren Anfang des 19. Jahrhunderts mit Reunion und Madagaskar, häufig kamen Schiffe von dort, besonders auch um Sklaven zu holen (was bis 1865 andauerte). Auf einem dieser Schiffe war ein Araber nach Reunion gefahren und brachte von dort Samen und Pflanzen der Gewürznelken mit. In derselben Weise werden auch im Laufe der nächsten Zeit noch eine ganze Anzahl von Fruchtbäumen nach Zanzibar gekommen sein, wie die Mandarine, Pampelmuse, Nep helium lapp aceum, Zimt, Cardamom, Brotfruchtbaum, Muskatnuß usw. Durch die Araber selbst aber wurden Dattelpalmen, Rosen, Weintrauben, Kamele, Pferde in etwas späterer Zeit aus ihrer Heimat eingeführt sein. Einmal sollen auch allerhand Pflanzen direkt von den Sundainseln geholt worden sein von einem Araber Mohammed bin Seliman Mendri, den der Sultan eigens zu diesem Zwecke hinsandte. Ungefähr von 1830 an beginnt der Handel von Zanzibar aufzublühen, zuerst angeregt durch Walfischfahrer, die sich dort verproviantierten und die Amerikaner auf das Land aufmerksam machten. In der ersten Zeit ließ der Sultan die Nelken mit eigenen Dampfern nach Singapore senden, weil damals dort der Markt für sie war.
7. Die neue Zeit.
Im Jahre 1835 schlossen die Amerikaner, nachdem 1830 das erste amerikanische Handelschiff mit Baumwollwaren dorthin gekommen war, mit dem Sultan
*) Eine ganze Zeit müssen recht unruhige Zeiten in Ostafrika geherrscht haben, die geradezu zu einem Seeräubervvesen führten. Nach Burton soll 1698 ein Capt. Kidd in Pemba seine Schätze vergraben haben. 1733 erst fand diese Flibustierzeit ihr Ende durch ein Gefecht bei St. Marie in Madagaskar, dessen Gewässer die Seeräuber im 17. und 18. Jahrhundert unsicher machten. (Das Reich der Betsimisaraka dort soll von den Nachkommen des englischen Piraten Thomas White regiert worden sein [Gran di di er].)