über die Binnengrenze:
!9°5 19 Stück im Werte von 135 Mark
1906 108 „ „ „ „ 7435 „
Davon 85 Stück von Moschi für 7227 Mark; es wird sich also um Strauße gehandelt haben.
Von den Europäern sind vielfach und mit gutem Erfolg europäische Hühner eingeführt, die mehr und größere Eier legen als die einheimischen.
Seuchen sind unter den Hühnern häufig, ich weiß nicht, ob es sich um Hühnercholera oder Spirillose handelt. Auch leiden sie sehr unter kleinen Sandflöhen, die sich an die nackten Teile des Kopfes und an die Augen setzen. Hiergegen ist Auswaschen des Stalles mit Salzwasser und Kalk das beste, die Parasiten kann man manchmal mit Ol von den Augen fortbekommen.
3. Struthio molybdophanes Rchw.
Eine blauhalsige Varietät des Straußes kommt in den offenen Steppengebieten, im Massailand usw. nicht selten vor. Vor einigen Jahren bildete sich eine Kilimandjaro-Straußenzuchtgesellschaft, die aber sich nicht sehr viel mit der Zucht dieser Vögel, sondern hauptsächlich mit dem Fang von Zebras und anderen Tieren beschäftigte, und die sich später umbildete. So ist es mit der Straußen- zucht bei uns noch recht wenig weit gediehen. Einige Herren haben zwar einzelne Tiere gehalten, aber mehr als Luxus oder zum Verkauf an Tiergärten, ln Südafrika spielt die Straußenzucht, nachdem zuerst 1866 die künstliche Aus- brütung der Eier gelang, eine große Rolle, die Straußenfarmen rentieren sich trotz Sinken der Federpreise gut. Man braucht aber große, eingefriedigte Felder, denn 100 Strauße wollen eine Lauffläche von 250 Hektar haben. Für Ansiedler und Viehzuchtunternehmer in den weiten Steppengegenden würde die Straußenzucht auch bei uns ein gutes Geschäft sein, wenn man die Kosten der Einfriedigungen nicht scheut. Der Strauß heißt bei den Swahiliv#/////'.
4. Verschiedene Vögel.
Truthühner sind in Ostafrika ziemlich selten, früher bekam man sie dann und wann einmal von Mosambik, in neuerer Zeit haben mehrere Europäer, besonders auf Pflanzungen sie mit gutem Erfolg gezogen, wozu allerdings recht viel Mühe gehört. Der Vogel stammt aus Amerika und ist in vorkolumbianischer Zeit in Mexiko und bei den Mayavölkern domestiziert worden. Nach Ostafrika ist er ohne Zweifel durch die Portugiesen gebracht, vielleicht auch durch die Franzosen via Reunion. Die Swahili nennen das Tier bata msinga, Kanonenente, nach dem kollernden Geräusch, das die Männchen machen. In Lamu soll man piru sagen. Der deutsche Ausdruck Calicutc ist geographisch ebenso irrtümlich wie das englische turkcy und das französische coc (finde, dindon.
49 '