Teil eines Werkes 
Bd. 10 (1909) Beiträge zur Kulturgeschichte von Ost-Afrika : allgemeine Betrachtungen und Studien über die Einführung und wirtschaftliche Bedeutung der Nutzpflanzen und Haustiere mit besonderer Berücksichtigung von Deutsch-Ostafrika / von Franz Stuhlmann
Entstehung
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wogegen man nur durch guten Schnitt ankämpfen kann. Außerdem wird er sehr von Loranthus- Misteln heimgesucht. Immerhin ist es aber ein beliebter Baum, deren Blütenduft angenehm ist. Beide Arten sind wild in Indien, M. azedarach am Himalaya, M. azedarachta in Südindien, und beide im ganzen Tropengürtel kultiviert. Wahrscheinlich sind sie durch die mohammedani­schen Perser verbreitet, denn darakte heißt auf persisch »Baum«. Auch an das Mittelmeer ist die Melia azedarach von den Arabern verbreitet, wo die Italiener ihn laszcriiolo nennen. In Indien heißt er nim, Maharatts nirnb, Sans­krit nimba, in Tahiti tira , in Anam sau-dau.

10. Poinciana regia Bojer.

ist eine Leguminose mit schöner, schirmförmiger Krone, die fast das ganze Jahr grün ist. Zwischen Dezember und Februar sind die Bäume mit Mengen von scharlachroten Blüten bedeckt, so daß sie wie riesige Blumenkörbe aussehen. Der Baum ist in Madagaskar heimisch, von dort aus wohl zuerst nach den Mascarenen-Inseln verpflanzt. Die Franzosen haben ihn in der Folge unter dem Namen i>flamboyant « überall in den Tropen verbreitet. Auch in Zanzibar wird er seit Anfang des vorigen Jahrhunderts eingeführt sein, als von Reunion aus alle möglichen Gewächse eingeführt wurden. Oder aber die Missionare haben ihn von Reunion aus gebracht. In Bagamoyo standen 1888 schon alte Bäume da­von. Jetzt hat man diese Pflanze überall an der Küste als Alleebaum, im Ge­birge gedeiht sie aber nur kümmerlich.

11. Salvador a persica Gar ein.

ist ein Strauch, der von Ceylon an durch Vorderindien, Persien, Arabien und einen großen Teil von Afrika verbreitet ist. Man nennt ihn meist den »Zahn­bürstenbusch«, weil überall im Orient seine Zweige am Ende aufgefasert werden und so als pinselförmige Zahnbürsten dienen, deren sich Araber und Neger sehr fleißig bedienen. In Aden erhält jeder Reisende diese Zahnpinsel angeboten, und hier bei uns sind sie das unentbehrliche Requisit von Jedermann unter den Farbigen.

Die Pflanze heißt hier bei uns ms-waki, bei Kilossa sagassa. Das Wort mswaki ist wahrscheinlich aus dem Persischen hierhergekommen, wo die Pflanze darakt-i-misivak heißt, die Araber sollen sie arak, irak, khardjal, kabbaf, pilu, auch siouak nennen, die Indier kubbur, diar, pilu , kakhan, kauri-jal , kabbor, im Sanscrit pilu, im Talmud soll sie khardul heißen, im Pushtu miswak, plauern, in Abessinien heißt sie addai, bei den Agau schiwellscha, bei den Tuareg tchaq, tichaq, tihoq.

Soweit ich weiß, wird im Arabisch-Persischen miswaki allgemein für jedes Holz gebraucht, das zum Reinigen von Zähnen und Mund dient. Ob das Wort