XXI. Verschiedene Nutzbäume,
sowie Bambus.
1. Aeschynomene (Herminiera) Elaphroxylon (G. e. P.) Taub.
ist ein im Wasser wachsender Baumstrauch mit gefiederten Blättern und gelben Schmetterlingsblüten, der als Charakterpflanze im Gebiet der Nilseen und am Nyassa vorkommt. Verwandte Arten derselben Gattung finden sich im ganzen Gebiet von Ostafrika, in Ostindien usw. Sie wachsen stets an feuchten Stellen, meist ganz im Wasser, ihr Stamm ist federleicht. Der von obengenannter Art wird über armdick und 2—3 m lang, ist aber leicht wie ein Stück Kork oder Hollundermark. Die Ufer des Victoria-Sees und oberen Nils sind vielfach mit dieser von den Arabern in Ober-Ägypten ambatsch genannten Pflanze eingesäumt. Die Wanyamwezi nennen sie mpcsi — Leichtholz und machen oft Tragstangen für ihre Lasten daraus, da das »Holz« trotz seines geringen Gewichtes ziemlich widerstandsfähig ist. In Indien werden aus verwandten Arten (»Sola« der Indier, Ac. indica) die bekannten Tropenhüte sowie Schnitzereien (Tempelmodelle) gemacht (z. B. in Trichinopoly). Man sollte versuchen, ob das Material aus dem Nilgebiet, das man bei Mwanza etc. massenhaft haben kann, sich nicht technisch verwerten und ausführen läßt. Vielleicht kann man es für Insektenkästen gebrauchen. Allerdings ist unser Material etwas faseriger und gröber als das schneeweiße sola- Mark in Indien. (Hindustani shola, Bengalen sola, Dekan bhend, Tamil netti. Die Anglo-Inclier sagen bisweilen auch solar-hats (Sola-Hüte).
Ein Material für Hüte, Isolierungen usw. würde vielleicht auch die leichte Korkrinde der Melaletica- Arten geben, die bei uns in Amani vorzüglich wachsen. Die Rinde ist sehr leicht und hat eine vorzügliche Isolierkraft für Hitze.
2. Albizzia Lebbek Bth.
Die Lebbek-»Akazie« ist jetzt in den Küstenorten bei uns einer der häufigsten Alleebäume, der sehr rasch wächst, guten Schatten gibt und nur kurze Zeit im Jahre blattlos steht, dann aber immer noch ein wenig Schatten macht durch die zahllosen an ihm hängenden Samenhülsen. Jeder, der in Ägypten war, hat diesen