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Die Durchschnittspreise aller Mahagoni-Arten gegen frühere Jahre sind fast konstant gesunken. So kostete in Hamburg bei der Einfuhr der Doppelzentner, also wohl rund V10 cbm:
1851—1855
22,29
1861 —1865
25,08
1866—1870
19,02
1871 —1875
22,71
O
00
00
vo
00
20,32
1881—1885
19,04
1886—1890
19,54
1891—1895
16,70
1896—1900
15,76
1901—1905
13,48
Es ist dieser Preisrückgang weniger dem Umstand zuzuschreiben, daß dies Holz nicht so mehr Mode ist wie in der ersten Hälfte vorigen Jahrhunderts, wo seit der Empire-Zeit jedermann seine Mobilien daraus herstellen ließ, sondern vielmehr dadurch, daß große Mengen des billigeren, westafrikanischen Holzes auf den Markt gebracht wurden, das vor allem wohl von Lagos, dann auch von Togo und Kamerun kommt.
Leider ist der Baum in Deutsch-Ostafrika nicht so häufig, daß eine Ausfuhr im großen möglich scheint. Das kleine Wäldchen in Mombo ist wohl der größte Bestand in erreichbarer Nähe, und hier sollten die schönen Riesenbäume als Naturdenkmal geschont werden; das Land ist zum Waldreserwat erklärt. Einige Bäume mußten bei dem Bahnbau fallen, und einige sind leider als Material zum Bau einer Brücke verwandt worden, die durch Benutzung dieses kostbaren, exportfähigen Materials recht teuer geworden ist. Es gibt dort Stämme von 1V2—2 Meter Durchmesser und 30—40 Meter astlosem Schaft, die also ein ganzes Kapital repräsentieren. Da sie dicht an der Bahn stehen, kann man sie leicht ausführen. Ein großes Stück war für die Berliner Kolonialausstellung 190 7 gesandt, konnte dort aber seiner Größe wegen nicht Platz finden und kam ins kgl. botanische Museum nach Dahlem.
9. Melia Azedarach L.
ist ein Baum, der bei uns erst etwa seit 1896 allgemein eingeführt ist, zuerst scheinbar bei Lindi, dann von Daressalam aus allgemein. Ich glaube aber, daß schon vorher in Zanzibar einige Exemplare waren, ebenso wie die nahe verwandte M. azedarachta L. Unter dem Namen »indische Syringe«, Lilas des Indes, »persische Lilia«, »pride of Indien ist dieser Baum bekannt, der sehr rasch wächst und schon nach 1 — 1 ’/ 2 Jahren seine Rispen violetter, fein nach Flieder-Syringen duftenden Blüten zeitigt. Zuerst macht der Baum auch eine schöne, dichte Krone, die jedoch später bald sparrig und sehr windbrüchig wird,