bei Homer thuion. Und auch die Callitris quadrivalvis von Nordwestafrika (Atlas-Vorland) nannte man kcdros, citrus. Kedros galt als giftwidrig, krank- heitsabwendend. Darum nannte man die im selben Ruf stehende, in der Kaiserzeit eingeführte Zedrat-Zitrone ebenso cedro, citrus, braucht man sie doch heute noch in Süddeutschland, Italien bei Leichenbegängnissen als krankheitsabhaltend; die Leiche erhält eine Zitrone in die Hand und ebenso die Leidtragenden, daneben auch Basilicum- Kraut, das auch in Indien den Ruf hat, Unglück abzuwenden. (Vgl. oben S. 79.)
Als citrus-Holz galt im Altertume nicht das Holz der Zitronen-Bäume, sondern das der Zedern-artigen Calitris quadriv alvis. Und heute nennt man Zedernholz vor allem die Juniperus r Wacholder-Hölzer, sowie ein entfernt ähnlich aussehendes Holz eines gar nicht zu den Koniferen gehörigen Baumes, der Cedrella odorataü
Es sind mächtige Bäume mit gradem, schönem Stamm, die das afrikanische Mahagoni-Holz liefern. Diese Pflanze ist dem westindischen Mahagoni-Baum (Stvietenia mahagoni Jacq) sehr nahe verwandt. Sie kommt häufig in Westafrika vor und bei uns in den Vorländern der küstennahen Gebirge, wie z. B. am Fuße der Usambara-Berge. Der schönste, leider nicht sehr große Bestand findet sich in Mombo, wo er ein kleines Wäldchen von Riesenbäumen bildet. Der Baum heißt dort bivaua, bei Amani mshahi-mambu. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Pflanze sich leicht vermehren läßt und an den Hängen bei Amani leidlich rasch wächst.
Das Holz ist rötlich, feinfaserig und in großen Stämmen astfrei, deshalb ein ausgezeichnetes Werkholz.
Von Westafrika werden Stämme dieser oder einer nahe verwandten Pflanze als »afrikanisches Mahagoni« in den Handel gebracht.
So sind z. B. meines Wissens die Täfelungen der Treppenhäuser in den Dampfern der D.-O.-A.-Linie aus diesem Holze hergestellt. Nach der wechselnden Mode aber variieren solche Luxushölzer sehr im Wert, und wenn sie zu Fournieren geschnitten werden, auch sehr mit den einzelnen Stücken, indem für Blöcke mit schönen »Spiegeln« das 10—2ofache wie für andere ohne solche bezahlt wird. Die große Masse afrikanischer Mahagonihölzer aber bringt meist nicht ganz die Hälfte vom Preise des aus Honduras und St. Domingo stammenden, aber fast dasselbe wie das aus Mexiko, Guatemala, Kostarika, Kolumbien verschiffte.
An Mahagoniholz überhaupt wurde in Hamburg eingeführt:
1904 1 998465 V100 cbm. im Werte von 3 278 580 Mk. d. h. 1,69 Mk. p. V 10 o cbm.
8. Khaya senegalensis Quill, et Perr.
1905 1660617 ,,
1906 2448480 ,,
1907 4126780 ,,
>)
2453290
3 214010
5 508970
i >
> j »