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nützlichen Baum dort bewundert, z. B. in der großen Allee, die zu den Pyramiden führt. Aber dort ist er eine ziemlich neue Einführung. Mit dem Wort lebbach, lebbek wurde in Ägypten früher die alte heilige persea- Pflanze bezeichnet (Mi- musops Schimp eri), die als heiliges und den Göttern geweihtes Gewächs zusammen mit der Sykomore und dem Weihrauchbaum aus dem Lande Punt oder aus den Gegenden am Roten Meere eingeführt wurde. Erst ca. 1670 ist die A Ibissia*) von Arabern aus Indien nach Ägypten gebracht und erhielt nun merkwürdigerweise den alten Namen lebbek, der früher etwas ganz anderes bedeutete (Schwein furth). Unsere A Ibissia Lebbek ist nämlich in Nordindien heimisch, wo sie im Sanscrit pit-shirish, shirisha, shri (von »brechen«), heute siris heißt. In Zanzibar soll man die Pflanze nach Sacleux sesemi nennen; in Reunion bois-noir, in Madagaskar bonara.
3. Bambusa vulgaris und andere Bambus-Arten.
In Deutsch-Ostafrika gibt es eine Anzahl von Bambus-Sorten; aber die meisten sind nicht recht brauchbar. Die Stangen sind spröde und brüchig, so z. B. die der in den Pugu-Bergen wachsenden 0 xythenanthcra macrothyrsus K. Sch., ebenso die von Usambara. In Usaramo wächst noch das bambusartige Gras 0 . abyssinica (A. Rieh.) Benth., das weit verbreitet ist von Abessinien und dem Ghazal-Gebiet bis Angola.
Bei Lindi gibt es zwei Arten, eine große Sorte wird myanzi genannt und dient zu Hausbauten. Es ist 0 xy thenanthera macrothyrsus K. Sch. Eine andere schwache Art wird »Reisbambus« genannt, weil gelegentlich die Früchte wie Reis gekocht werden, was man bei anderen Sorten auch in Indien tut. Diese Art scheint Orythenanthera aby ssinica (A. Rieh.) Benth. zu sein. Wahrscheinlich diese Form bildet im Hinterland von Lindi und Mikindani oft undurchdringliche Dickichte und zeichnet sich durch winkligen Wuchs der Halme aus.
Im Bezirk Langenburg wird eine der dort wild wachsenden drei Bambusarten durch Absenker beim Beginne der Regenzeit im Dezember künstlich vermehrt, wobei man Lehmboden bevorzugt. Nach 2 Jahren sind die jungen Triebe groß genug zum Hausbau. Es gibt dort in Langenburg mindestens drei Sorten Bambus:
1. malasi, stark und dünnwandig, bis 10 cm dick, meist im Unterland.
2. lungwe, schwach mit starken Wänden. Diese Art soll am meisten am gepflanzt werden.
*) Die wirklichen Akazien heißen in Ägypten sunt, ein Wort, das sich bis ins fernste Altertum verfolgen läßt. Die »Dornpflanze« wird hebräisch iittah, koptisch ionti, iontc, demotisch snte, int, neuägyptisch inti, altägyptisch inst, meluchchisch in Keilschrift samtu bezeichnet. Die Griechen nannten auch diese »Dornpflanze« acanthos. (M. W. Müller, Orient. Lit. Zeitung 1903, S. 446, nach einem Referat.)